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Beschreibung der Feuer abhaltenden Lehmschindeldächer : nebst gesammelten Nachrichten und Erfahrungen über die Bauart mit getrockneten Lehmziegeln : mit 3 Kupfern / von D. Gilly, königlichen Geheimen Ober-Baurath
Entstehung
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gleiche Kante ausmachen, damit das Regenwasser ohnebis an das Traufbrett g. v. zu gelangen, schon bey rabtröpfeln kann. Diese Schindeln in der ersten Reihemüssen daher einen halben Fuß länger, als wie die andern,angefertiget werden, und wenn die vierte Latte ganz mitLehmschindeln behängen ist, so wird auf den folgendenin eben der Art fortgefahren, wobey noch besondersanzumerken ist:

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Daß die Lehmschindeln an den Seiten scharf zusam-men gezogen werden müssen, so, daß sie sich in etwasüberdecken, jpie solches aus dem Durchschnitt big. i g.Tafel III. nach einer Linie p. c>. im untenstehenden Pro-fil, von oben anzusehen, durch die in big. iz. mit n,u, u, bezeichneten Stellen, zu ersehen ist.

Die z Zoll zu jeder Seite der Lehmschinbel heraus-fiehenden Stöcke, werden so neben einander verbunden,

-) Um dieLehmschindeln auf das Dach zu bringen, steckt derHandlanger einen Stock quer durch etliche Lehmschindelnxz§. 14. n ii. und trägt sie auf dem Rücken die Dachlei-ter hinauf.

2 n der Gegend von Marienwerder macht man sehrgroße Lehmschindeln, oder vielmehr Lehmtafeln, so, daßnur 2 Reihen derselben ein Dach auf einem Gebäude vongewöhnlicher Tiefe bedecken- diese müssen alsdanu mitSeile» hinauf gezogen werden, welches viel umständlicherist. Diese große Lehmtafeln erfordern auch äußerst starkeLatten.