c 22 )
In der Nahe wohnende Landwirthe ersuche ich, dasin derSpandowschen Heide bey dcm Grunewald erbaueteUnterförsterhaus in Augenschein zu nehmen, oder einanderes Unterförsterhaus in Neuendorf bey Spandow,welche mit solchen Dächern versehen sind.
Als ich gegenwärtige Blatter schrieb, hatte ich daöersterwähnte Haus in geraumer Zeit nicht gesehen, ichbat also den Bewohner desselben schriftlich, mich wissenzu lassen, wie sich das Lehmschindeldach bis jetzt gehal-ten; ich erhielt folgende schriftliche Antwort: „ich bin„mit meinem im Grunewald belegenen von Lehmpatzerr„erbaueten Hause sehr wohl zufrieden, indem die Wände„so wenig von den Mäusen zerwühlt werden, als wenig„das Aeußere des Hauses und der Abputz durch die Wit-terung bisher gelitten hat, auch ist nicht die geringste,„Stockung im Hause zu verspüren; das Lehmschindcl-„dach conservirt sich sehr gut, sowohl vor Kälte als„Nässe." —
Was die Kosten eines solchen Dachs betrifft, sorichten sich solche nach dem Preise des Strohs und desLehms oder dessen Anfuhrkosten an jedem Orte. InAbsicht des Arbeitslohns aber, laßt sich das, wasfür die Anfertigung des Lehmschindeldachs auf dem Un-terförsterhause in der Spandowschen Heide bezahlet wor-den ist, nickt gerade zur Richtschnur annehmen, weildie Verfertiget dieses Dachs, dazu besonders anhero