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geformten, mit Stroh vermischten und getrockneten Zie-geln aufgeführten Wände ^
Mein, wer sieht nicht auf den ersten Blick die Weit-lanftigkei't der zur Aufführung dieser Wände nöthi-gen Anstalten ein, und ungeachtet die Schrift desHerrn Comrereaux zweymal ins Deutsche übersetzt wor-
") Herr Mayer, hiesiger Könr'gl. Fabriquen-Inspectorund Mitglied der Akademie zu Lyon, als ich mich bey ihmnach dieser in Frankreich üblichen Bauart erkundigte,schrieb mir:
„Das Werk des Herrn Cointereaux enthält nichts, das„nicht aus Erfahrungen von undenkliche» Zeiten gegrün-det wäre. In demjenigen Theil von Dauphin«, welcher an„das Lyvnsche mein Vaterland gränzt, sind alle Häuser„nach der von Herrn Cointereaux beschriebenen Art c^v-e„äu xits) gebauet. Die den reichsten Particuliers zuge-„hbrigen Wohnungen, sind mit Kalk und Gips überzo-gen und aus das angenehmste verziert. Wenn die Erde„von guter Art ist, das ist, nicht zu fett, nicht zu mager,„gut zubereitet und fest geschlagen worden, so wird die„Zeit, anstatt diese Gebäude zu zerstören, sie »och mehr„konsolidiren und ihnen Festigkeit verschaffen. Mein„Großvater hatte ein Landhaus in der Dauphin-, einige„Stunde» von Lyon ; der Garten bey dieser Mcyecey war„mit einer Mauer von xirs umgeben. Um den Garten zu„vergrößern wollte man einen Theil der Mauer abtra-gen. Allein sie hatte eine Festigkeit, wie sie den Mauern„von Steinen eigen ist, so daß man nicht vermögt«, sie„mitHacken oder Picken abzubrechen, sondern man mußte„sich des Schießpulvers bedienen, um die Mauer zu de-«molire»."
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