c 58 )
Theeröfen wahrend dem Brennen des TbcerS ablauft,zwey bis drey mal überstrichen, nachdem die ersten An-striche trocken geworden, solches anfänglich sehr tief indem Lehm eingezogen, nachher aber ebenfalls ein glänzen-der Ueberzng entstanden ist, der dem Eindringen des Was-sers fast eben so gut widersteht, als der vorgedachte Firniß,Dieses ist unstreitig in Gegenden, wo in der NäheTheeröfen vorhanden sind, der wohlfeilste Abputz derLehmhäuser, weil dafür wohl wenig oder gar nichts.be-zahlt werden darf, und nur der Transport der Theer-galle zu rechnen ist.
Sowohl der Abputz mit dem vorhingedachten Fir-niß, als mit der Theergalle giebt, eine unangenehmebraune Farbe. Ein Zusatz von Kalk oder Kreide würdedie Farbe zwar etwas lichter machen, aber nie einenweißen Abputz bewürben, dahingegen können rother Vo-luS, gelber Ocher, Umbra, Mennige, wenn der Preißes zuläßt, andere, aber doch ins Dunkle fallende Cou-leuren hervorbringen. Es müßte auch die dem Firnißzuzusetzende Quantität ausgemittelt werden, damit der-selbe nicht bröcklich würde und abspränge.
Nichts ist bey der Anweisung der beschriebenen Bau-art gewöhnlicher, als die Frage, die ich keinem Bauen-den verdenken kann: wie sich die Kosten derselben gegenandere Bauarten verhalten? und doch ist nichts schwerer,als diese zu beantworten, weil alles darauf ankommt.