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Ob aber auch da, wo der massive Bau nicht vielhöher, als der Lehnipatzenbau, der Fachwerksbau aberwobl gar noch wohlfeiler zu stehen kommt, als dieseBauart, dennoch wahrer Vortheil dabey ist, den wohl-feilsten zu wählen, ist eine andere Frage, wobeyes zuerst auf die Güte der gebrannten Mauersteine an-
eircn, und will dann die Wahl der Bauart jedem Land-wirth nach Befinden der Umstände überlassen. S. 397und folgende befinden sich denn diese Anschläge, undzwar von einem und ebendemselben Büdnerhause, als:„1) Zum Bau dieses Hauses vonLehmpatzen 27 Fuß lang und breit,wovon dieSumma beträgt Zkzrthl.—gr- —pf.„r) ZumBau desselben, massiv vongebrannten Ziegeln, r; Fuß langund breit, wovon die Kosten be-tragen 3-1 - — - — -
,>3) Zum Bau dieses Hauses vonMachwerk sind die Kosten ausge-bracht auf -76 - 6 - — -
„4) Mit Wetterwänden zu erbauen 246 - r- - — -
Letzteres wäre also die wohlfeilste, und das Haus von
Lehmpatzen zu bauen die theuerste Art, so daß es sogar denmassiven Bau mit gebrannten Ziegeln um z- rthl. über-steigt.
Sieht man bloß auf die Summen, so kann man-frey-lich nicht bester von der Bauart mit Lehmpatzen abge-schreckt werden; denn, wer wird diese bey mehrcrnKosten, vor der doch unstreitig bestem Bauart mit ge-brannten Ziegeln, wählen.
Allein gebt man in das Detail dieser Anschläge, sozeigt sich gleich, woher diese schon der Natur der Sache