Band 
Erster Theil
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i r 4 Das II. BuK. von Spanien,

Fressen und Sauffcn ist in Spanien gar nichteingeführet: Sie trincken nicht einmahl denherrlichen Wein Der im Lande wächset, sondernverkaufen denselben lieber an andre Völcker.Ein Teller voll Oliven, ein Salat, eine Hand-voll Knoblauch, oder auch wohl ein guter Rettig,sind Tractamente, damit auch wohl ein Cavalicrzu frieden ist. Sie bitten auch niemand zu Gaste,denn sie sagen, die Spanier lebten nicht darum,-daß sie nur essen wollten, wie andere Völcker zuthun gewöhnet waren. Wo auch gute Victua-lien vorhanden sind, so wissen sie die Weiber nichtrecht zuzurichten, als welche überhaupt keine guteKöchinnen sind. Sie essen auch nicht mit einander,sondern die Weiber speisen mit den Kindern alleine.Sie schaffen deßwegen nichts in Vorrath, svn,dern essen, was Die Zeit mit sich bringet: deßwegensagt man auch, die Spanier übten die RegelChristi aus, und sorgten nicht vor den andern'Morgen.

Hingegen ist den Spaniern das Laster des Hoch-muths gleichsam angebohren. Solches beweisensie sonderlich mit ihrer vornehmen Ankunft. Dennda ist fast kein Bauer in Spanien, des nicht seinGeschlechts,Register hatte, und der sich nicht ein-bilden sollte, er sey commo ei Key, das

»st, so edel als der Rönig.

Sie beweisen solches in aufferlichen Minen.Denn sie gehen allemahl in einer MajestätischenOmnäeWL einher, und König plülippus IV. warso unbeweglich, daß sich nichts an ihm regte, alsder Mund und die Augen. Wider einen Bettel-mann muß man auch nicht sagen, wie in Deutsch-land: