i4o DieDittenlehre des Künstlers.
Buch Hand eines andern Künstlers, der
nur die Liebe ohne Ehrfurcht kennet, würde inbeyden Fällen Apollo sich in einen Pan verwan-delt, und die von dem Künstler verscheuchtenGrazien, würden schneller, als Daphne, habenfliehen müssen-.
Die. Ausnahmen berühmter Meister dür-fen unsern Sah niemals ändern. Sie le-gen uns nur die Nothwendigkeit der Erinne-rung auf. Man bewunderte an dem Par-rhasius die Anmuth, den zierlichen Umriß, undniemals den cynischen Pinsel.
Lassen Sie uns nun die Gesellschaftsge-mahlde sehen. Auch hier zeuget der edlereAusdruck von der Denkungsart, und vielleichtvon dem Umgänge des Künstlers. Vergebenshat Lairesse manchen Künstlern, durch Beglei-chung des Sittsamen, des Edeln und des Bäu-rischen, in den sinnlichsten Bildern, den nützlich-sten Unterricht ertheilet. Ost hat man ange-merket, daß der Künstler sich selbst schildere.Wie hatte Adrian Brouwer, der, die Wahlder Gegenstände ausgenommen, in der Zeich-nung und Ausführung fest, und in diesem Ver-stände, nach der Sprache der Künstler, edelzu nennen ist; wie hätte dieser Künstler, sage
ich,