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Betrachtungen über die Mahlerey / [Christian Ludwig von Hagedorn]
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Die Sittenlehre des Künstlers. 14z

Hingegen können die edelsten Gegensiän-de durch eine pöbelhafte Einkleidung eben ft"-sehr erniedriget werden: als wenn der griechi-sche Mahler Galaton den Homer und die Dich-ter , die aus besten reinen Quellen geschöpfte ha-ben, in einer Allegorie vorbildet, die auch denWitz eines Brouwerö würde beschämet haben.

Die Stelle des Manilius:

cuiuscpie ex ore prokukoOnmir xoüeritAs Isticer in carmina äuxit.

mag den Gedanken des Galaton erklären.Der ältere Plinius nennet den Homer mitRecht foncem ingemorum, und auch was Qvi-dius *) schreibt:

Office ^taeonillew, s guo c«u kante per.

enn!

Vstum kierü» ora rixantur agm»

führet auf einen schicklichern Ausdruck der Alle-gorie. Denn was hindert, nach diesem Be-griffe, dem Homer die Urne eines Flußgottes

beyzu-

*) Ul. ^mor. LI. z.