Die Sittenlehre des Künstlers. 14z
Hingegen können die edelsten Gegensiän-de durch eine pöbelhafte Einkleidung eben ft"-väsehr erniedriget werden: als wenn der griechi-sche Mahler Galaton den Homer und die Dich-ter , die aus besten reinen Quellen geschöpfte ha-ben, in einer Allegorie vorbildet, die auch denWitz eines Brouwerö würde beschämet haben.
Die Stelle des Manilius:
cuiuscpie ex ore prokukoOnmir xoüeritAs Isticer in carmina äuxit.
mag den Gedanken des Galaton erklären.Der ältere Plinius nennet den Homer mitRecht foncem ingemorum, und auch was Qvi-dius *) schreibt:
Office ^taeonillew, s guo c«u kante per.
enn!
Vstum kierü» ora rixantur agm»
führet auf einen schicklichern Ausdruck der Alle-gorie. Denn was hindert, nach diesem Be-griffe, dem Homer die Urne eines Flußgottes
beyzu-
*) Ul. ^mor. LI. z.