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Dritter Brief. Hatten.
«der Gerste, und drittens Haber oder Dohnen. Siepflügen ihr Weizenfeld viermal, und erbauen vonzehn Mctzen Saamen dreyßig Scheffel im Durch-schnitte. Zur Gerste wird fünfmal und zum Rockenviermal geackert. Erbsen werden nicht viel erbauet;man pflügt dazu, und zum Haber und Bohnen nureinmal. Die letzteren werden breit gesäet, und nichtgehackt. Zuweilen säet man Rüben auf frisch abge-brannte Felder, und läßt sie den Kühen und Schaa-fen abfressen. Man Engt viel mit Kalk, und rech-net vier und sechzig Scheffel auf den Acker, und daßman den Nutzen zwey Jahre davon verspürt. DieHauptvcrbcsserung ihrer Felder besteht darinn, daßsie den Rasen abstechen und verbrennen. Unter dieGerste wird Klee gesäet, welcher erstaunlich wächst,und bey jedesmaligem Mähen zwey Fuder Heu aufdem Acker giebt. Nach dem Klee wird gleich Wei-zen gesäet.
Ich fand hier auf verschiedenen neu eingezäuntenFeldern die übele Gewohnheit, den Klee fünf, sechsbis sieben Jahre stehen zu lassen, da er sich eigent-lich in ihrem Lande nur ein paar Jahre hält. Mansieht ihn daher auf einigen Stellen sehr dünne stehen,auf anderen geht er gar aus, und es ist nichts alsschlechtes oder Heydegras anzutreffen. Die neuge-pflanztcn Wcißdornenzäune stunden voll Unkraut,und waren daher sparsam gewachsen.
Zu Hatton fand ich vieles anders, als in derbisherigen Gegend. Der Boden hat viel Kies; dieAcker werden zu fünf bis zwanzig Schillinge ange-schlagen. Nach der Brache wird Weizen und Korn,darauf Gerste und zuletzt Erbsen erbauet. Ein Wci-zenacker, der viermal gepflügt wird, trägt insgemeinfünfzehn bis zwanzig Scheffel von zween Scheffeln
Einsaat.