Vierter Brief. Nisby. 9*
kann von einer jeden Art aufeinander folgender Feldsbesiellungcn sagen, daß sie nicht mit gehörigem Fleißbetrieben sey, wenn die letzte Erndte vor der Bracheunreines Getreide liefert. Kein Land ist gut bear-beitet, welches nicht von Unkraut gesäubert ist. Esversteht sich von selbst, daß die Rüben bey dieserEinrichtung der Felder von den Schaafen abgehütcrwerden müssen. Jedoch wieder zur Sache.
Der Verwalter Airer läßt die Rüben einmal ge-wiß, meistens aber zweymal hacken, und hütet siemit den Schaafen ab. Er findet seinen Klee vonvortreflichen Nutzen, sowohl zum grünen Futter alszum Heumachen, und die Weizenerndte fällt insge-mein gut aus, wenn gleich das Kleeland zuvor nureinmal umgepflügt wird. Geht der Klee nicht gutauf, oder hat viel Unkraut, so säet er Bohnen an-statt Weizen in dieses Feld, und besorgt solche wieseine Nachbarn, ausgenommen, daß er eine gerin-gere Menge vonSaamen, ohngefehr zwey und einenhalben Scheffel aussäet. Erchekommt ohne denBoden aufzulockern, Stengel, welche bis vierzigHülsen tragen. Er brachte mir sogar einen vomletzten Jahre mit sechs und vierzig, dergleichen aus-serordentliche Stengel müssen aber auf einen» leeren,freyen Platze wachsen.
Seit vier Jahren hat er auch Kraut gcbauek,.und zwar das große Schottische. Es wird zu Endedes Februars gesäet, und einmal verpflanzt, ehe diePflanzen insFeld gesteckt werden. Er läßt das dazu be-stimmte Land niemals ein ganzes Jahr brache liegen,sondern nur vom November bis zur Zeit, da sie ge-steckt werden, das ist, zu Anfang des Junius,fährt aber allemal zehn Fuder Hofedüngcr zuvor aufdas Land. Die stärksten Pflanzen versetzt er gleich
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