Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

Siebenter Brief. Ganton. -15

„guten Erndten scheint sie einzugehen. Dieses habe„ich bereits bey andern Versuchen erfahren, sie geht„gut auf, giebt ein paar gute Erndten, und verliert„sich alsdenn wie der rothe Klee.

Im Julius und August 1764 ließ ich zwölf„Acker mit neu gedroschenen Sainfoin durch die„Säemaschine,und einen Acker mit der Hand besäen,„um den Unterschied zu sehen. Das Land lag hoch,„war auf der Heydegegend, und durch verschiedene„ungedüngte Erndten ausgcsogen. Es gehörte zu„siebenzig Ackern, die ich erst kürzlich eingezäunet„hatte. Nach vier bis fünfmaligem Pflügen, und„nachdem es bepferchet worden, Hoffete ich gute Rü-„ben zu erhalten, es ward aber nichts daraus, tüeils„wegen des Erdflohes, theils aus Mangel yin-„länglicher Kraft des Landes. Um die Arbeit nicht„alle vergeblich gethan zu haben, ließ ich gleich Sain-„foin hinein säen, welcher frisch aufgieng, und sich„dergestalt bestockte, daß er den Winter zienrlich aus-schalten konnte. Doch hatte er etwas gelitten, und„konnte sich in den folgenden Erndten nie ganz crho-„len. Die mit der Hand und Maschine besäete»„Acker gaben einerley Ertrag»,

„Ob die Pflanzen gleich bereits im August gesäet„waren, so konnten sie den rauhen Winden im Mitt-äter doch nicht widerstehen, daher ist es allernal auf„so hohen Feldern besser im April und May zu säen«„Von eben diesem Rübenlande ließ ich sechs Acker„mit Lucern besäen, der gut aufgieng, aber doch nicht„gerieth, ob gleich der Boden vortrefflich zubereitet,„und bepfercht war. Ich bin aus der Erfahrung„fest überzeugt, daß weder Rüben noch Lucern in„einem Lande gerathen, wenn es nicht geil oder stark„gedüngt ist».

O 4. »I'N.