Band 
Erster Theil.
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Zehenter Brief. Kiplin. -9-

Das Wcize nfeld wird vier bis fünfmal geackert,zwo Scheffel und eine halbe Metze geben in leimig-tem Lande fünf und zwanzig, und imKleylande acht-zehn Scheffel. Das Gerstcnfeld ackert man ein biszweymal, und es trägt im Durchschnitte zwey unddreißig Scheffel. Zum Haber, Erbsen und Doh-nen läßt man es bey einmaligem Ackern bewenden.Die Bohnen werden nicht aufgelockert, und Schwei-nen und Pferden gefüttert. Die Rübcnfelder wer-den vi.rmal gepstüget, aber nicht gehackt. Die Nu-tzung schlägt man auf vier Pfund St rlings an.Man giebt sie den Schaafcn, Rindvieh und Käl-bern. Von jenen läßt man sie abhüten, für dasRindvieh aber ziehen. Von Klee weis man nichtviel, wird er ja gesäet, so geschiehet es mit der Gerste.Der erste Wuchs wird zu Heu gemacht, und derletzte verfüttert. Man hat ihn seit -reyßigIahren ge-meiniglich so lange stehn lassen, bis er angefangen sich zu-verlieren, alsdenn hat man sechs und dreyßig ScheffelKalk darauf gefahren, die Stoppeln umgerissen, undWeizen hinein gesäet. Diese Einrichtung ist gut,und verdient nachgeahmt zu werden.

Das Verbrennen des Rasens, und der Kalksind ihre vornehmsten Düngungsmittel. Ersteresgeschiehet allemal, wenn altes Grasland umgerissenwird. Sie stechen den Rasen einen Zoll dick ab,und setzen sie in Haufen von einer Ruthe ins Gevierte,damit die Rascnscite einwärts kommt, und wenn sierecht ausgetrocknet sind, so verbrennen sie solche.Sie setzen zwey bis drey große Haufen, zünden siean, und lassen sie dcö Nachte brennen. Frühe tra-gen sie die glimmende Asche mit eisernen Schaufelnnach einem andern Orte, und bauen neue Haufendarüber, auf diese Weise wird alles verbrannt, ohne