Band 
Erster Theil.
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zr>4 Zehenter Brief. Keplin.

nicht Kraft genug, so erfolgt nach dem Weizen gleichwieder eine Brache. Zuweilen wird das Weizenfeldim nächsten Ichre mit Kraute besteckt, und daraufHaber hinein gesäet. Die letzte Einrichtung ist al-lerdings sehr schön.

Bey der Brache verfährt er also. Nach Mi-chael wird so bald möglich gestoppelt, und auf jedenAcker sechs und dreyßig ScheffelKalk gefahren. Manläßt das Feld den Winter über recht trocken undmürbe werden, damit eö im Frühjahre zu aller Saatgeschickt ist. Ist das Land aber zu voll Unkraut,oder hat sich nicht genug durchlegen, so wird es denSommer hindurch noch mehr geackert, ffo daß in al-lem sechs bis siebenmal gepflügt, und das Feld voll-'kommen zur Wcizensaat bereitet wird. Alsdann er-bauet man insgemein von zween Scheffeln Aussaatzwey und dreyßig Scheffel wieder. Ist der Bodenaber gleich im Frühjahre gut, so besäet man ihn mitSommcrgerreyde oder steckt Kraut hinein. Zur Ha-bersaat wird das Feld vor Winters gestoppelt, imFrühjahre einmal, und wenn es nicht klar genug ist,noch einmal zur Saat gepflügt, ur>d drey und einenhalber Scheffel Aussaat geben sechs und fünfzigScheffel vom Acker wieder. Insgemein bauet erkeinen Klee, geschiehet es aber, so säet er ihn unterBohnen oder Haber, hütet ihn mit den Schaafenab, und säet in die Stoppel Weizen, oder läßt sie imWinter Brach liegen, nachdem er es für gut be-findet.

Auf eine gute Wirtschaft mit dem Dünger- istdieser kluge Landwirth gleichfalls sehr aufmerksam.Die meisten fahren im Sommer zu Rüben oder Wei-zen, ein und einen halben Chaldron (zu sechs unddreyßig Scheffeln) Kalk auf den Acker. Er hat

aber