Sechs und zwanzigster Brief. Critchill. rzz
Die Schäfereyen sind hier hundert bis tausendStück stark. Die Nutzung von einem Schaafe anLamm und Wolle wird auf eilftehalb Schilling ge-rechnet. Im Winter bekommen sie Heu und wassie am Grase finden. Auf zweyhundert und fünfzigAcker Pflugland werden neun Pferde gerechnet, undzwey bis viere eingespannt. Zu einer Pachtungvon fünfhundert Pfund Sterling werden zweytau-send Pfund Sterling Verlag erfordert.
Der größte Fehler bey der hiesigen Wirthschaftist der Mangel an Rüben für di^ Schafe» Die vie-len Hügel geben weitläuftige schöne Triften, weswe-gen sie im Sommer große Heerden halten können.Weil sie aber keine Rüben erbauen, so halten sie nichtnur weniger Schafe, sondern schmälern sich ihreneignen Profit. Ein gehöriger Rübenbau würde sieauch überdieses auf eine bessere Einrichtung der Folgeihrer Feldbestellungen bringen.
Herr Sturt zu Critchill, hat gesucht durch seineigenes Beyspiel, und auf allerley Art die Wirthschaftseiner vielen Pachter zu verbessern. Unter andernhat er mit folgenden Stücken Versuche angestellt.
tster Versuch.
Die weitläuftigen Hügel um Critchill bieten denschönsten Boden zur Esparcette dar, gleichwol ha-ben die Pachter sie nur auf sehr kleine Stücken gc-bauet, weil sie glauben, ihr Feld besser zur Schafs-trift zu nutzen. Um ihren Werth zu bestimmen, hacer viele Acker gesäet, und auf jeden sechzig CentnerHeu erbauet, welches weit mehr ist, als was irgendeine Schafstrift abwerfen kann. Dieß Heu ist ohneden zweyten Wuchs zu rechnen, fünf bis sechs PfundSterling werth, und wird auf einem Boden gewon-nen,