Drey und fünfzigster Brief.
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den in den Gedichtbüchern kein Beyspiel eines auf-scrordcntlich blühenden Staates, der hernach nichtwieder von seiner Höhe herabgesunkcn'wäre. Sogieng es Frankreich nach dem nimwegischen Frieden,ob es sich gleich nachher wieder zu einer fürchterlichenMacht erhob.
Wir wollen uns also nicht bange seyn lassen, daßFrankreich uns allen Vortheil in Ansehung der Ma-nufakturen abgewinnen werde. Wir Haben von derMacht des Hauses Bourbon nichts zu befürchten;und wer glaubt, daß der Handel und dieManufaktll-ren der Franzosen, die unsrigen ganz zu Grunde rich-ten werden, der urtheilt wie ein Kaufmann deraus-ser seiner Handelöstube von nichts Kenntniß hak,anstatt daß er nach dem gewöhnlichen Lauf menschli-cher Dinge, und von dem Vergangenen aufdieZu-kunft schließen sollte. Die französischen Manufa-kturen haben seit hundert Jahren sehr abgenommen.
Wo ist der vierte Theil von den vierzigtausendStüM, zu Lyon? Wo sind die zwanzig MillionenEinwohner? Wo die Einnahmen Ludwigs des XIV?Wo sein Heer von vierhundert tausend Menschen, diegegen drey Viertel von Europa kämpften ? Wo diesiegreiche Flotte im englischen Kanal? Wer ist wohlso blind der nicht einsehen sollte, daß die MachtFrankreichs sehr gefallen ist, und daß nur noch einschwacher Schein von dem ehemaligen Glänze übriggeblieben? Doch was habe ich nöthig den ZustandFrankreichs zu schildern? Ich bin rc.
Vier