Band 
Vierter Theil.
JPEG-Download
 

Vier und fünfzigster Brief. 40/

Schill. neun Pfenn. und von einem Schilf, bis fünf-tehalb Schill. ist dieser Verdienst ein und fünfzigPfund Stcrl. sieben Schill. acht Pfenn. Daraussollte man schließen, daß die Armensteuer zugleichmit dem Arbeitslohn steiget, welches der Vernunftganz zuwider ist. Beydem wöchentlichen söhn isteeben so beschaffen.

Das Steigen des Arbeitslohns sollte alle Mmit niedrigen Armensteucrn begleitet seyn. Hu.zeigt sich mehr Einförmigkeit als in andern Colum-nen; denn der höchste Lohn ist bey der niedrigsten Ar-mensteuer, und umgekehrt, aber zwischen diesen bey-den Fällen herrscht wieder lauter Unordnung.

Das Steigen des Lohns sollte auch zunehmen,wenn der wöchentliche Lohn zunimmt. Bey demhöchsten Steigen des Lohns, sollte der niedrigstePreis der Lcbensmittel seyn, es zeigt sich aber ge-rade das Gegentheil, und wo der Preis der Victua-lien einerley ist, finden sich viele Veränderungen indem Steigen des Lohns.

Mit dem Preise der Victualien sollten auch dieArmcnsteuern zunehmen, wir finden aber-bey derstärksten Armensteuer gerade die niedrigsten Preiseder Victualien. Aus allen diesen erhellet, daß derUnterschied dessen, was die Armen zur Beyhülfe er-halten, mit ihren Bedürfnissen in gar keiner Pro-portion steht. Erhöhet man die Armensteuer, sobekommen gerade diejenigen das Meiste, welche escm wenigsten bedürfen, und mit der Vermehrungdes Lohns hat es dieselbe Beschaffenheit.

Es ist eine wichtige Frage, ob das Steigen desLch ns und der Armensteuer, nach Proportion desP.ciscs der Victualien geschehen ist? Zu dieser Un-

- Cc 4 kersu-