4N§
Vier und fünfzigster Brief.
der Handlung, wenn sie beysammen sind, über-zeugt; aber die Vertheidiger der letztem müssen sienicht auf Kosten des Landbauee heben wollen.
Ich muß hier noch einen Gedanken äußern.Man schlage die Vortheile der auswärtigen Hand-lung und Manufakturen noch so hoch an, nicht dieAusfuhr unserer Produkte, welche der Landbau lie-fert, und vor, welcher Art Handel wir hier nicht re-den. Man berechne den vermehrten Werth des Lan-des, der Pracht, der sich durch unsre crworbncnReichthümer über alles verbreitet, unsre große See-macht, unsre Armeen, unsre Eroberungen in an-dern Weltthcilen und so ferner.
Auf der andern Seite erwäge man, den gefall-nen Werth des Geldes, die vermehrten Ausgaben,und viele Arten von Verschwendungen, welche derLandwirth nimmer kennen gelernt hätte, eine Schuldvon hundert Millionen, welche wir der Handlungzu danken haben, auf zehn Millionen jährlicheAbga-ben, die schwere Armensteucr, und überhaupt eineVerfassung, wobey eben so viel zufälliges als beymReichthum ist; man erwäge sage ich, diese und eineMenge andrer Umstände; ich bin versichert, unsre.Landwirthe haben mehr Vortheile verloren, als allervermehrter Reichthum ersetzen kann.
Laßt uns also nicht mehr auf die nichtigen Kla-gen der Mannfakturisten über den hohen Lohn hö-ren, nicht auf das Geschrey, daß alles Elend derArmen von dem Preise der Lebensmittel herrührt»D ie Armen haben im Ganzen genommen, keine Ur-sache zu klagen. Der Lohn ist in gleicher Propor-tion mit den Lebensmitteln gestiegen; die Armcn-steuern sind entsetzlich hoch, und werden zu unnützenAusgaben, z. E. für Thee und Zucker angewandt.