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welche die öffentliche Meinung im Prinzip gemacht hat undaufrecht hält, aus dem Nachdruck, mit dem sie jederzeit dieReformbedürftigkeit des gegenwärtigen Zustandes betont, ausdem harten, nicht selten bis zur Erbitterung anschwellendenTadel, mit welchem sie allen Auswüchsen einer Aera entgegen-tritt, für welche auch sie oft keinen andern Rainen als dender kapitalistischen braucht, ergeben sich, wenn die Fundamenteunserer Wirthschaftsordnung, das Privateigenthum als Insti-tution und daS Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen auchunangetastet bleiben sollen, weitergehende Absichten,als man sie sich vorerst zuzugestehen wagt. Ich möchte nichtmißverstanden sein, m. H., ich habe, indem ich dies sage,vorerst nicht die Absicht, Ihnen meine Auffassung der sozialenFrage zu entwickeln, sondern ich null bloß den Eindruck wieder-geben, den ich aus den Vorgängen und Stimmungen umuns herum empfange. Jenes „Erkenne dich selbst", aus demdie Wissenschaft die wichtigste Aufgabe ihrer theoretischenForschung entnimmt, muß auch mir Aufforderung sein,einer Selbsttäuschung entgegenzutreten, in der sich die öffent-liche Meinung unserer Zeit zu wiegen scheint. Die Schärfeund der Umfang der Kritik, die sie übt, stehen nicht im Ver-hältniß zu dem, was bisher positiv geleistet wurde, und hier-aus ziehe ich den, wie ich glaube, unabweisbaren Schluß,daß, wie die Stimmung einmal ist und wie sie sich gemäßihrer Elemente entwickeln muß, wir erst am Anfange dersozialen Reformen stehen.
Aber, m. H-, es ist »möglich — und damit komme ichan jenes spezielle Problem, aus dem ich den Anlaß fürdie Auseinandersetzungen, die ich Ihnen heute unterbreitenwill, entnahm — es ist unmöglich, diese über das gelegent-