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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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8 Vorrede.

hin betrügen, weil diese es nicht besser haben wollen: Wenn sie nur nicht dadurchdie wahre Chemie verächtlich und riäicick machten, daß diese dieserhalb vor eineGoldmacherey und 'Betrügerey sich schelten lassen muß: Wiewohl der ^bulusnon rollit ulum: Indem man auch von der wahren Mltkenticius

Lxemplahat; und darneben glaubet: daß ein wahrer Besizer dieser Kunst, sichnimmermehr äecouvriren wird: teä koe incranlim.

Die Chemie ist eine Wissenschafft und Kunst, alle erschaffene, ver-mischte und zusammen gesiezte Cörper, aus allen z Natur-Reichen,zu exE-/ren, oder zu zerlegen, oder aus ihren Bestand-Theilen zu siezen, unddie auseinandergesezte hinwiederum zu romL/nreu oder zusammen zu sie-zen, und neue hervorzubringen Weswegen sie auch 8)MLri-

leosund OiaLrileos geheißen wird: Wenn sie es aber darinnen aufs höchstebringt, so kan sie es dennoch in der Theilung nicht weiter, nach unserer Sinnlich-keit, als bis auf die?ckixm bringen, und muß hierbey stehen bleiben: Indem wirdie ersten Grund-?rincipia pk/llca prima oder Ir^pollmiLL und einfachen Cör-per, limplicia, mit unfern Sinnen unmöglich weder fassen, ergründen, noch äs-rnonckriren können; Und müssen dieserwegen immer bey denen Mxris nnd krin-cipiatis, als eigentlichen krinmpüs seLunöis p^vliLi8 L ck^lmcis verharren,nach dem Aussipruch unsers Schöpffers: L , c5Denn die krimoräial-Erde ist schon ein Mxmm und kein 8imx>1sx, wobey wirmüssen stehen bleiben. Unsere alten Vorführer hatten z. Haupt-krinLipia Lk^-mica angenommen: nehmlich 8al, 8ulptmr und ^lercurium, weilen sie derglei-chen fast aus allen Cörpern darstellen können oder wollen; Und da selbige das letz-tere schwerer zu erweisen vermocht: haben sie deshalb alle flüchtige 8pirimseinen Nercurium geheißen, und diese Dinge so grob Lorporalifch verstanden:Welchen Becher, in seiner kd^lica ludtsrranea, die Decke abgezogen und dieSache deutlicher erkläret hat, indem er durch chymische Versuche überzeuget wor-den/ daß das Wasser und Erde die eigentlichen krincipia dipmica waren, vonwelchen alle Cörper ihre Mischungen erhielten; Und hat die Erde wiederum, mitBeybehaltung derer Beynahmen, in dreyerley Arten abgetheilet: Und die erste,als das 8a1 (nach vorhersiehenden krineipus,) eine'VerramMmÄM virrelLibi-^ern, oder glaßfiüßige Erde: die zweyte eine "Verkam ückpkuream vel inÜLmma-^ilem: Und die dritte eine l^erram mercurialem vel volLtilisantem geheißen:

Die