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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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Vorrede. 19

Chemie in den Stand sezen, daraus nicht nur zu prositiren, sondern auch weiterzu forschen und die noch vorkommende und in diesem Wercke ermangelnde 8ul)je.cra Lksmica behörig zu exploriren: Indem die Chemie ein noch ungemein wei-tes offenes Feld vor sich hat, darinnen viele Wahrheiten zu entdecken und zu er-forschen übriggeblieben sind: Denn eines Menschen Lebenszeit ist viel zuwenigsolche zu ergründen, vielweniger auszulernen oder zu erschöpffen, weil kein Menschauf der Welt im Stande ist, eine einzige Wissenschafft zur völligen Vollkommen-heit zu bringen.

Mrigens möchte mir vielleicht zur Last geleget werden, daß ich, in meinenVortragen, mich nicht nach der neuen Mode gerichtet, sondern zuviel lateinischeWörter darinnen angebracht; Worauf ich aber so viel, in dienstergebenster Ant-wort, zu erwiedern finde: Daß einem ieden Liebhaber seine Weise gefallt: Dennich vor mein karriculier glaube, daß wenn ich in diesen und andern medizinischenWissenschaffken alles teutsch hatte beschreiben sollen, gar vieles unteutsch lindrotbwelsch ausgefallen seyn würde, in so ferne man nicht, bey denen meisten Stel-len, weitlauffrige Circumseripriones beybringen müssen, und bey vielen tvklrdendergleichen dennoch nicht anzubringen gewesen seyn: Denn man beschreibe mirdoch recht teutsch z. E. das Oiagr/dium, die 8pernio!am Crollii, die 8pecie8tdisrL, und viele andere 8peoiss mit dem griechischen Dia, ungleichen viele Ana-tomische, chirurgische, physiologische §cc. Benennungen mehr, welche, der Kür-ze wegen, übergehe, und z. E. nur folgende anführen will: Wie verständlichwürde es wohl seyn, wenn man den ^arcarum virriolamm einen kupfferwasse-rigen Weinstein; die d?erram ldliawm tarrari eine geblätterte Weinstein-Erde;das .^rcanum duplicamm ein doppeltes Geheimniß; Den ^armrum carmrisa-mm einen weinsteinigten Weinstein; Den mercurium ludlimamm das aufge-triebene Qveeksilber; Die ?anaceam mercurialcm eine Qvecksilber-Arzeney, soalle Kranckheiten heilen soll; Den ^etliiopsm mineralem den metallischenMohr; Das lln8 marcis veneris ein Eisen - und Kupffer-Ding; Den ?llos-pdorum das leuchtende Ding; den Rapidem medicamsntolum Crollii einenArzeneyischen-Stein; Die 8pccic8 lTcilicance8 das freudigmachende Pulver;Die 8pccie8 lidcranrium das befreyende Pulver; Die MaLlsm kilularum linsyuibus esse nolo die Pillen-Maße ohne welche ich nicht seyn will; Die McMmkilularum luLi's majori8 die Pillen Maße des grossen Lichts; Das Lxtraceumpanch^magogum catllolicum die allgemeine abführende LxcrgLka ; DasMixirium kropriec3ci8 das eigenschafftliche Llixir; Das I^oocll Lni

dasLooch-Gesund-Wasser; Das^cidum conceneramm eine in die Enge gebrach-te Saure; Ein Concrecum ein zusammengewachsenes Ding ; Ein /ckikraccumein inGedancken abgesondertesDing; Ein ^Agregacum ein überhaufftesDing; Undkin Tuperdeoompoümw! ein überzusammengesetztes Ding u. viele andere Dinge

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