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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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6s Instrumsntks ckym!sl§7 ^

7) Recipienten: wobey nöthig, um das Reissen derer Gläser zu verhindern, son-derlich bey Destillirung dererbpiriruum minsrsstum,eheman dieRecipientenvor-legt, daß man allemahl dazwischen einen behörigen Vorstoß mit langem Halseapplicire, der bis ins cemrum des Recipienten gehet, damit die fallenden undmanchmahl fast glüenden Tropffen allemahl in der Mitten und an den Seiten,wo einiges biumicium ist, fallen, und das Zerspringen verhindern. Man hatauch Recipienten, worinnen 2.Oeffnungen befindlich, eine, worinnen das ko-lirum der Retorte hineingehst, die andere aber zu Ablauffung des veltillali inein anderes Geschirre, so zu dem Ende unterwärts srmckiret wird, welches dar-zu dienet: wenn Viviliones eines vettlllari, als schwachen, mittlern, ftarckenund noch stärckern zu machen, und solches öffrers abnehmen zu können, ohne dieganhe Vorlage von der Retorte abzunehmen; Auch dienet es darzu, wenn man,an statt solches unter sich zu kehren, es über sich kehret, und einen Helm mitdarzu gehörigen Kolben aufdie aufstehende Röhre sxpliciret, um die allerflüch-tigsten Theile eines Dettillari zu colligiren.

8 ) Kolben zum Destilliren und Digeriren, so aus Glaß, Zinn, Kupffer, so ver-zinnt, welche man, nach Unterscheid der Sachen, gebraucht, und worauf ihreHelme appliciret werden ; Wohin auch die kleinen Marras oder Scheide-Kölb-chen gehören: Ueberhaupt kommt es in Lstymis viel aufdie Lstoistrung dererGeväßean: immaßen was vermittelst einem angehet, mit dem andern nicht alle-mahl geschehen kan: indem manchmahl durch einen Kolben das nicht angehet,was doch durch eine Retorte prsMret wird: öc viee verlg.

9) Kugeln, welche zum Vorlegen und Präcipitat gebrauchet werden;

10) Vorstöße;

n) Phiolen;

12) Trichter, davon man auch lange halten kan, welche bis auf den Boden einesKolbens reichen, um etwas, als z. E. lVlereurium clulcem öcc. dadurch in denKolben oder Matras zu schütten, Damit die Seiten des Glases nicht besudelt wer-den, sondern rein verbleiben;

iz) Filtrir-Gläser; ^

14) Scheide-Gläser oder Sepgraroria vom Glase;

1;) Glaß-Schaalen und Teller zu Ölest per 5 - lliguiclst

r6) HelmevonGlaß, Zinn und Erde: Auch findet massHelme, die oben eine Oef-nung haben, um eines oder das andere in währender Destillation nachzugießen;Man hat auch überdiß annoch blinde Helme, welche beym Digeriren und Su-blimsten gebraucht werden.

17) Zucker-Gläser zum Filtriren, Präcipitiren, zu Abrauchung derer Salzsee.

Ueberhaupt ist hierbey anzumercken: Daß die grünen Gläser hierzu dienlicher als die

weißen sind, indem die grünen besser halten, die weißen hingegen viel leichter Risse be-kommen und springen.

18) Meßingene, kupfferne, eiserne und zinnerne Kessel, welche zu einer jeden Arbeitzu cstoistren: Man muß aber nichts saures, salzigt- öhlichkes in meßingenen,küpffernen und eisernen, sondern in zinnernen (jedoch müssen sie von reinem Zin-ne verfertiget seyn) und irrdenen verglasurirten grossen Tiegeln traetiren undab-

A r rauchen;