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vs I^utis.
1) l.uw zu Tiegeln m>d'<?--ten;
2) tmig, damit sowchl irrdene als gläserne (?»ten und andere Geschirre beschla-gen werden;
z) l^urs, damit man die Fugen derer Geschirre lutiret;
4) l^ucs, zu zerbrochnen Gläsern; Und
5) Das l^utum, welches man zur hermetischen Sigillirung appliciret.
Was das erste Lmrum betrifft, so ist solches dasjenige, woraus unfte bekannteKoch-Töpffe und Tiegel verfertiget werden: Es bestehet selbiges aus drey Theilen ge-brannten Thon, und aus zwey Theilen frischen ungebrannten Thon, der gebrannteThon wird zart zerstoßen, hernach mit dem ungebrannten Thone vermischet, und mit einwenig Wasser zur Consistenh eines Breyes entweder mit den Handen oder, nach Töpf-fer-Art, mit den Füssen durchknetet, und aus dieser lVlixmrkan man Nach Belieben bur-rws porrsliles, Teste, (T^ten und iKchmeltz-Tiegel machen, solche in der Lufft trocknenund hernach in einem Töpffer-Oftn brennen lassen, welches eine von den besten Mixturenist. Hierbey sind 2. Compositiones, so eben nicht gemein sind : Die erste ist GlauberSgeheime Mixtur, von welcher er versichert, daß er Tiegel von solcher Mixtur verfertigt,die nicht nur das Vitrum lämrni gehalten, sondern daß er einen solchen Tiegel überioo.mahl gebraucht habe: Weil ich aber die Hxperiencs von solcher Dauer nicht habe,so lasse es an seinen Ort gestellt seyn; Die Composition ist folgende: Ordinaire Er-
de, (wie die Stückgiesser brauchen, damit sie ihre Formen beschütten, wenn sie gieffenwollen, 4. Theile, klumbi Icnprorii ein Theil: Aus dieser Mixtur Tiegel verfertigt,haben den Nuzen, daß sie das Virrum (smrni aushalten. I.e lVlorr erwehnet in seinenchymischen Schrifft?n,daß dieses Plaubexische Kunststück vor 220. Gulden verkaufftwor-den sey.
Die andere Composition ist: yc. Gebrannte Tabacks-Pfeiffen Erde 2.Theile, voneben dieser, aber ungebrannten Erde ein Theil, Schreib-Bley einen halben Theil, ma-chet hiervon eine Mixtur und verfertiget Tiegel daraus, welche das Virrum (murm eben-falls aushalten sollen, und hat das Experiment bewiesen, daß sie 12. Stunden nachein-ander in Feuer gestanden, und keinen Riß bekommen haben.
Aus dem b.spiäe orlari vel Crew KilpLnica kau man auch recht gute und feste Tie-gel verfertigen, weiche durch das Brennen eine ungemeine Härte erlangen; Zugleichen-dienet hierzu das Islcum venerum, unter Thon gemischt.
Zu denen imris, damit man gläserne oder irrdene Geschirre beschlägt, hat man un-terschiedene Mixturen, welches Beschlagen sonst auch srmiren oder Bewaffnen genennetwird; Dieses srmiren geschiehet auf vielerley Art: Einige, wenn sie Tiegel armiren,neh-men 2. Tiegel, die sich in einander passen, streuen in die Imerttiria Kohlen-Staub, undversichern, daß solche Methode guten Effect habe: Es läst sich aber diese Art von bewaff-neten Tiegeln nicht zu allerhand Arbeiten gebrauchen, zumahl wenn man mit Vuro lä-rurni zu thun hat, welches die gemeine Tiegel gerne durchbohret, und sich sodann gleichrsäumret, weil die Kohlen viel kbloMcrn bey sich führen. Einige füllen solche Hölungzwischen die Tiegel mit P viva oder trockener pulverisirter Kreide aus; Andere nehmenzerstoßenes Glaß, welches nicht zu verachten ist. Glauber recommendim diejenigen Tier