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ciüp. OI.V. vs AnAibers.
Linder äusserlich einerley aussieht und geschälct wird, und daß man öffters ungeschältenweissen unter dem braunen findet: Wäre der Weisse inwendig braun, oder aller ungeschälteinwendig weiß, so wäre zu muthmaffen, daß es einerley wäre, aber so ist die Dissei-encsinnerlich zu sehen: müssen also 2. Species seyn, zumahl da die ^nal^Ls cb^micee auchdarinnen Uickeriren: Uns ist genung, wenn wir ihn in seiner innern Beschaffenheit kennen.Die Pflantze ist am besten im kiorro ^laladar.zu sehen ; Sie wachset in Ost-und West-Indien, ktalabar, sava, Csvlon, LUina, aus denen Philippinischen Jnsuln, in iVIexico,aufder Jnsul Oudg,in lELiLL örc.öLc. DieWurtzelist etwan eines Fingers dick, ungleich,gelblich,manchmahl von innen weiß, manchmahl braun, aromatisch, hitzig, beißend etc. Ermuß in grossen Stücken, nicht wurmstichich, dicht, fest, glatt, nicht eingeschrumpfft, und reü-nöse seyn. Die Alten brauchten ihn als ein (orriA-ens bey kurAamibus. Lo^Is recom-menäiret ihn zum Rauchern in kallions Lolica.
UationL IVlixrionis pki^iicalis, sagt Hermann: er habe lSlaruram allcalinam: istaber nur eine owmsere. k.emer^sngt: er habe viel Salacro und viel Oehl: da doch nurder i27.Theil Oehl beyp.j.Jngber, und kein gran Sal acrs zu erweisen ist.
Zch sage, der braune Jngber bestehet:
i)LX?arribu8muci!aAiliolis, 2- rsünosts, z)olsolisuNd 4) inciiüolubilibus.
Will ich aber cleüruÄivische Arbeiten, igneapercO) vornehmen, so setze ich sie nicht al-lein aus einander, sondern mache lauter neue Eompoüra: indem ich daraus, wie aus allen
VcAsrabilien, alsdann einen Spir.aciäum, 8 p. uririolüm, Ol. emp^revmaricum Lc Salallcali üxum erhalte.
Lj.LinAidsr. giebt zj.auch wohl etwas mehr OI. süsnrialis, worinnen alles riechen-de und schmeckende Wesen, doch nichts hitziges beißendes sich befindet.
Es giebt Zs Ps Txrr.rsünoii primi, darinnen alles hitzige und beißende ist; exrra-Uire ich das übrige mit Wasser, so erhalte ich eine starcke lVluci!aAmem,so nach der Inipi^Lrion Zij. zv. )j. wieget und fast nach nichts schmecket. Umgekehrt erhalte ich ziv.Lxrr.aczuo-ji prims so ebenfalls beissend ist,doch nicht so starck als das Lxrr. reünoUcm primum undM.Ar.xiv.Lxro.relmoü sccunäi, so gleichfalls sehr starck beisser.
^Spir.vini darüber adttrakiret, nimmt, wie bey der lLecioaria, etwas von dem ludrile-sten mir über und schmeckt etwas darnach, ist aber nicht beißend.
Im lLinrübcrc aldo finden sich mehr ioludleTheile, als in dem andern: DennEs giebt Zv.zv.klxrr. arguoü prims Umgekehrt: Zi-ZÜj. blxrr. rcünoti ims undzüs - resmoiilccuncli; Ziv6. - acguoii lccuncii:
Und also noch nicht völlig zx. Ueliäui.
krwparara ckz mica hat man in Apotheosen nicht davon,sondern pure §a 1 emca: Dochkanman wohl ein gutes Inkusum und kräfftigeLÜE davon machen. Der eingemachte Zng-ber ist bekannt.
LinLibcr ist ein rechtgutes Sromacbals, es erwärmet und mcicliret vortrefflich denSchleim so wohl io primis vüs, als auch imGeblüte; Und ob er gleich hitzig am Geschmacke,so macht er dennoch keine Wallung des Geblüts, weil wenig Oehl-Theilchen darinnen be-findlich und das Uelmoüim nicht flüchtig ist: Denn in Lsclisxia und ^natarca kan dasInkuEm Än^iberis cum Vino vor ein Specistcum palliren; Zngl. conrra k.snri§ines
oder Sommersprossen, äusserlich warm applicim, hat es sich öffrersli§liaiiüret.
Ende des zrcn Theils.