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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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Vorbmcht. iO2^

5e, Blut, 8perma, Koth, Galle, Marck etc. gekraucht. Vor diesemwurden noch mehrere gebraucht: Irloelie aber könnte man noch mehre-re davon entbehren.

Besehe ich das l^sgnum arumale als ein Or^mlaus, daß ich betrachte wasderen 8ud)eLka seyn und was daraus zu machen stehet, so finde ich darinnen

1 ) karces talinas,- 2 ) xin» ues len oleotäs; z) a^ueas; und 4 )terrea 8 :

Jedoch bey verschiedenen auch m unterschiedenen I'roporrionen, und daßsechsten in denen Theilen eines einzigen Thieres: z. E. diePartes ol^olas findetman schon hauffiger in denen kingne6inibn8 als in andern Theilen eines Thie-res: Die Theile, so das 8al volacile nrinobum conllimiren, sind zwar in allenTheilen, doch mehr in denen gelatinösen Theilen; Und diese gelatinöse Theilesind wiederum mehr in denen festen und harten Theilen: z. E. in Knochen, Hör-nern, Llemdransn §re. zu suchen. Von kartilms lalini8 L a^neis findet manzwar in allen Theilen: Allein nicht in einem Jedem gleich viel. Ob ich nun gleichkartL8 5alina8 angegeben, so wird sie doch Niemand leicht, ohnein einigen InHno-rilm3, oder ohne die lgnition, oder vorhergegangener pritreLaLUon, chemonlkrj-ren können. Das Wasser findet man wenig in denen harten. Das meiste aber inDenen weichen Theilen; Und die Erd-Theile betragen in denen harten Theilen dasmeiste aus.

Wir wissen was vor eine Kommunion die z. Natur-Reiche mit einander ha-ken: nemlich daß

1) Das Regnum vegecabile von dem Regno minerali und der Erde stm-

tenirer, und von dem Regno animali und der Lufft unterstützet wer-de; Daß

2) Das p.egnum animale seinen Unterhalt vompsgno vegecadili erhalte:

Ob gleich die Lujft und etwas vom Regno minerali, incuicu des Wasisers und Erde, auch etwas beytragt.

Gleichwie aber die in der Lufft herumziehende grobe lalinisch-saure Theileschon starck gebrochen sind, daß man also daraus nichr ein so hessliges Xeiänm alse pegno minerali erweisen kau, ob sie gleich die Ursache des Wachsthums sindund in die Vegerabilia gehen: So werden doch selbige, wenn sie von denennimalibu8 genossen worden, durch die Orcnlation und lV1ixtion,ingleichen durchdie karces oleola8 so verändert und rareiaeiret, daß man, ausser denen, so Nichtetwas mineralisches geitiessen, kaum eine Spur davon findet, und gehen selbigemit denen animalischen Theilen sodann leicht in pmrsiaLkion und generiren sichdadurch in ein 8al volacile nrinolum: Dahero es denn kommt, dafi man imRegno animali so werug ^.eiclnm findet, ausser etwa noch am meistert bey eini-gen InleLkis aeuleati8, sonderlich bey denen Ameisen; Und ob wohl nichr zu laug-ten ist, daß alle animalische Theile etwas vom ^.eiäo bey sich haben, so ist doch

(A) 2 solches