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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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1028 ?. IV. Oay. I. Oe LantkiLriäibu?'.

dern man kan sie alle wohl nutzen,und solche entweder mit einem reinen 8ale ul^kivolacili, zur Zeit der Noth,(peciticiren, oder aber damit das Oleumanimale OP.pelii verfertigen. Dieses waren nun die nöthigsten krTpamw ö Re^no anima-1i: Oonliöeriren wir aber die davon in (Meinen gefundeneund in denenOitpen-lawriis beschriebene gebräuchliche krXyarma pImrmLLevriea, so kommen freylichmehrere heraus, ob gleich die meisten davon überflüßig sind: Denn da findet manallerhand 8piricu8 urirrolos und 8aHa volmilia oleol'a, 6e1arina8,I)eLoÄ:3, iVla-^itkeria, Olea eoLka er ckelkillgta Im OilyeMawrio kommen sie auch zum^eeto beroaräieo, )Vmu1sci8, L!ixirii8, Leraci8, UmylnlkriZ, I^ilencii3, l^o-ock, iVla§ilkerii8, Nnro perlaco, Pillen, 8peLiebu8 §ce. und zu denen bekann-ten ?rLparaci8 liL 6icki8 pdilosopkiLi'8, so, daß man über ZOO. Sachen findet,ivorzu wenigstens etwas animalisches kommt.

(^ap. I.

Oe LLNtkiar!6ibu8 Leu ^luLc!s IiiHamcls,

Von Spanischen - Fliegen:

ein In(sckum alamm, eine gelblich - grüne, etwas ins bräunliche - fallende glän-zende Fliege; Sie finden sich im Frühlinge in Frankreich , Spanien,vffters auch in Teutschlande etc. auf denen Pappel-Bäumen, Eschen, ?ürckischen-Ho-lunder, (.i^uüroöcc. öffters hauffig. Sie haben einen hefftig stinckenden Geruch;Und schmecken, wegen ihrer (syrischen Krafft, zwar erst wenig, bald darauf aber scharfund pechhaffl. Man braucht sie nicht lebendig, sondern todt. Man muß frische undgantze kauffen. Wenn man LLrMariäss verschreibt, muß man sie nicht nach der Zahl,sondern nach dem Gewichte verschreiben, weil es grosse und kleine giebt. Mit ihren Ge-brauche muß man sich wohl m acht nehmen, weil sie, wegen ihrer (syrischen Krafft,offt-mahls wohl gar den Tod verursachen.

Unsere Vorfahren brauchten nur davon die Bäuche, so aber boZis nicht mehrvdlerviret, sondern dieseThierchen ganz gebrauchet werden. Sie sind das gebräuch-lichste VelicAcorium, und haben ihren Merk am meisten auf die Harn-Blase und l^ym-ybrnn: Was das aber sey, so die Blasen ziehet, und solche Hefftigkeit auf die Urin-Bla-se verursachet? davon giebt es vielerlei) Meynungen: Einige halten es vor ein Sal aci s:Andere vor ein 8al vvlZrile LLuüicum, 8al aserrimum ionitum öcc. I.LMS 0 V nennetes ein yigurmres 8al volarile öc cauliisum : Weäsl ein 8al yer (e öe cum iuiyburecommixrum : dieser mag es noch zum besten getroffen haben, wenn er sich nur besser sx>ylicirer, und nicht gleich dns, was etwas vom krinsiyio inüammabili bey sich hat,'zueinem gantzen Schwefel gemacht hätte. Vom8ale sLuttico Lr acerrimo wird man nichtsDaraus erweisen. Einige wollen es von denen ?arrisulis baliaris herleiten: und die ha-ben sie vielleicht vor dem l^lisrolcoxio gehabt: Doch sind es nur kleine Härchen, so al-