IOZF . 6sp. IV. Os Elornri (üervl.
älliacs: Ich vor mein Theil wolte vom Hirsche N- . rs anders als dann und wann dasFleisch gebrauchen.
Jch"verlasse alle pgrces Eervl und bleibe nur beym (.ornuOrvi: Hier fragt sichs,woher es komme, daß viele Hirsche jährlich des Frublmgs die Hörner vermehren? Dasagen nun i) Einige: die Würmer wären daran schuld, denn die Hirsche verschlucktenSchlangen, selbige verursachten eine LKervelben?, daraus entstünden Würmer, welchenach der Stirne zu giengen, daselbst den 8uccum nurririum nagten, bohreren und fräs-sen, da Dann die Hörner abfallen mästen: Allein die Würmer würden sich gewiß nichtan die Zeit kehren, sondern eher im Sommer als der rechten Würmer-Zeit, dieses thun,und warum giengen sie dann eben nach dem Kopffe zu? Den 8uccum nun inum könn-ten sie ja auch an andern Orten wohl finden; 2) Andere sagen: sie fielen wegen derGrös-se und Schwere ab: aber so mästen sie ja zur andern Zeit auch abfallen; z) Anderemeynen: es geschähe ex vekeÄu alimerin: allein so mästen solchen keine abfallen, die desWinters über gefüttert würden; 4) Andere sagen: die jungen Hörner trieben die altenin die Höhe - Allein so müsten sie auch bey denjenigen, welchen man zur Sommers- Zeitdas meiste abgesägt, diese abgesägte Stüwmel in die Höhe treiben, so aber nicht geschicht,indem sie denen nicht abfallen, und wachsen auch an deren statt keine wieder; 5) Einigevergleichen sie mit dem Baum-Laub, und meynen: sie fielen eben so, wie das Laub vondenen Bäumen ab - aber so müsten sie eher im Herbste als Frühlinge abfallen: Stahlhat es noch am besten eingesehen, daß es nehmlich allein von der grossen Kälte herrühre,und hak man exxerlmLnriret, daß ein junger Hirsch, der bey Menschen erzogen und desWinters in einem warmen Stalle gehalten, niemahls die Hörner verlohren. Das Hirsch-Horn zusammen nennet man das Geweihe, die grossen Stücken die Sägen und die klei,nen die Zincken.
Das Lornu c^ervl ist eine harte Materie oder Knochen mit Zacken, so erstlich vonaussen gantz wollicht, hernach aber mit einer Ouüa begabt wird, und bestehet, seiner in-nern Mxrlon nach, wie andere Knochen:
1) ex ?3rridu5 rerrcis, 2) acguoüs, z) lalinls, er 4) oleoäs.
E. xxviij. Eornu Lei-vi haben gegeben L.xvj. Oapiris mormi, (wovon in derWeiß-Brennüng noch etwas rußigt Oehl weggeht )Nv6.wäßrichte ?arres, (Darinnen nocheinige öhlichte Minlsche Theile enthalten) Zxxx. 8 a!. volarilis, und über Wj. Oleifcoricii.
Die vvrnchmst-würckende Theile sind leichtdurchsKochen mit Wasser abzuscheiden.Wj. giebt ßirj.znj.^xrr.^Lrinoü und Zxij. zlj.^eüäui, darinnen noch etwas wenig sal-tzigt-öhl-wässrigtes ist. Die ?arre8 olevtie sind beym dornu Eervi dergestalt zerstreuetund verwickelt, daß sie mit keinem klenüruo 8plriruoto leu inÜLmmabill so zu lepari-ren: Zwar nimmt der 8Plrlru5 vlnl von M. )lv. Lxrr. in sich, so aber nicht pur oleöftsondern vermischt ZelLÜnose ist, wie dann nach der Lxrraülon mit Wasser nichts tub-ttsnrielles cvm 8pir. vinl zu excrakiren, und wird man das Oehl nicht eher als in dervettMrmon gewahr. Daß aber in der (Hanna würcklich ?arres Llinse, LHULL) oleo-L Lc rerreX, also die vornehmsten selbst, vorhanden seyn, zeiget die veMIeüo Lperro1§ne, da ich das alles bekomme, wie bey der ÖeüillLÜone des rohen LornuLervi,Lxer-ro lsne.
Eornu