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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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?. V. DaReANo VlineraH, Gap. XXVI. Oe lXitrs. r^o9

frische Limsruram Vlar 18, welche noch nicht rostig ist, mit der Helffte reinen kürri imLiucibulo, in starckes Feuer sehet: Welches auch mit Zmne geschiehet. Kein lVlinsralcnoch Metall macht das >litrum so caustisch, als das Eisen, kario: Dieweil diesesV etall viel lnstammabile hat, als welches sich, Kanone kixiraris, allhier mit demrro vereiniget.

Mit Jove cleroniret Nirruln fast am geschwindesten, und 8an man aus dieser L-laborarion klore8 ^ovi8 bekommen.

Mit Kupffer will es nicht recht steromren, es macht es aber zu einer Asche.

Von Silber und Gold verzehret er nichts, sie müsten dann mit einem andern Me-tallo vermischet seyn, so verzehret es das andere Metall.

Mird§irro und kuro fulminanrs kan man auch K1ore8 8oIiz Machen,sie haben aberkeinen sonderlichen Nutzen.

?jiniu8 erzehler, daß das Glaß vom Kin o seinen Ursprung habe. wozu ihm die Hi-storie Anleitung gegeben, da einige Leute nahe an der See gekochet, hätten sie auf demPlatze einen glaßhafftigen Klumpen gefunden, welcher aus dem enthaltenen Nirro imSee-Wasser, Asche des Feuers und Sande entstanden.

Besonders hat man auch dem öaläumo die kemaryue von Verhältniß des Nirrigegen das Glch zudancken: da er p. i Nirri und p. iv. venerisch Glaß genommen, sol-ches eine halbe Stunde glühen, folgends stüssen, und darauf bald ausgiessen lassen, daer denn einen röthlichen Guß bekommen: Wovon.Kunckel und Grummet ziemlichenStreit mit einander angefangen, incem Grummet behaupten wollen, daß solche Nötheeinhig und allein vom ^>rrc>, als in welchen er das Blut der Natur zu seyn ttsruiret,entstehet: Kunckel aber schreibet solches der klaAnelirx oder Braunsteine zu, mit weichemdie Venetianer ihre Mxrur des Glases versetzen, und solchen damit die allzuweisse undauch grünliche Farbe benehmen: Es hat sich aber letzterer darinnen vergangen, indemoffenbahr das Kinumdarzu das meiste Lvnrribuiret.

Den Sand machet mrrum bald zu Glase.

Mir p. j. nirri und p. ist. Lalci8 bekommt man einen 8piritum urinoium, und dasRückständige ist ein feuriges Alkali.

hierum cum alkali stxo äLstilliret, Aeneriret ebenfalls etwas Lrmost.

^lirrum cum allcsU stxo ebultiret hesstig IM Tiegel: Jedoch ebulliretdTirrum undkorax noch heffcigcr, mit welchem man das Silber schmeißet, um die so genanntemam Veueri8 aus dem Silber zu exrratüren oder zu lolviren.

Das Kirrum ziehet aus allen Cörpsrn das kliloo-iston heraus, und macht sie UN--fiüßig; Das 5al commune hingegen macht sie wieder fiüßlg: Dahero das hierum die^eralla und l^lineralia zerstöhret, und zum Probieren schädlich ist, das Gold und Silberausgenommen.

Kirrum cum ^arraro macht verschiedene LffeKus^ e. nimmt man sa und stera-niret es, so bekommt ma» ein ziemlich reines Alkali oder den weissen Fluß: Aber aus x».j Kirri und p. st. ^arrari entstehet der schwartze Fluß, woniit die Laien, lVleralla und^linsralia restuciret werden, welches der weisse Fluß nicht thut, weil bey selbigen dasvöllige brennliche Wesen fortgehet, bey diesem aber ein ziemlich Theil verbleibet.

Kirr,IM in Eßig iolviret, fängt schleunig Feuer: Dahero bedienen sich selbiges dieFeuer-Wercker, zu besondern Arbeiten, und ist solches das Kimme ?K!o§iüans; man^ (D dd) 2 weicht