k.v. ve ^e§tw M'nerali, lüap. XXX. ve 8uccIno.' 146z
tz) Das LULLINE odsburo-lureuiN) der dunckelgelbe Bernstein;
9) Die Bräunliche; Ferner '
ro) Die braunen und ganh odicurs, schlechtesten Sorten.
Wobey aber wiederum bey diesen jetzgemeldren Sorten erinnern muß, daß ebenfalsallerhand 8uk>6iviüones vorzufallen Pflegen:
Die 8uccilis clüra vsl xslluciäL Lörüren sie insgemein derHelligkeit und Dunkel-heit nach
a) In 8uccinum oblcuro - rudrum, oder röthlich-durchsichtigen Bernstein;
b) In Succinuni sureum live falernum, so das rechte ekr^isleelrum, der Gold-gelbe, dabey durchsichtige, wie gelb Glaß, klar-aussehende Beruftem ist, auch wohl 8uc-cinum virieuln von Einigen genennet wird;
c) Hinter diesen kommt das Luccinurn pellncnlum cirrinum, das lichtgelbe,klare;
ä) Hernach das8uccinum üaveicenslivepM6um, das blaßgelbe,klare;
e) Das SuLcinum canäiäuin, der mehr weißlich - klare Bernstein, und so auchWiederum allerhand Lattarrs oder mellne Gattungen.
Endlich giebt es dann und wann, wiewohl als etwas seltsames, auch allerhand sx-traoräinan-gefärbte, natürliche Luccina, als Lalkss-farbichte, grünliche, bläuliche, o-pslichre und andere Arten mehr, wie abermghls aus denen gegenwärtigen Pröbchener-hellece.
Bey dem rranixarenten oder durchsichtigen Bernstein ist überhaupt 5erley zu rs-mar^uiren:
Erstlich, das eigentlich hierinnen die meisten In 5 cÄa oder allerhand fremde Sachenanzutreffen sind, wiewohl ich dafür halte, daß auch in denen oxa^uen Sorten dergleichenöfftsrs seyn mag, nur, daß man es in solchen nicht sehen kan;
Die 2te kemaryue ist: daß man den unklaren Bernstein durch die Kunst klar oderdurchsichtig machen kan, folglich aller klare oder vorkommend durchsichtige Bernstein e-ben nicht allemahl von Natur so klar gewesen ist: Es mag demnach' Drittens auch dieses vor eine kommene oder vielmehr Negul dienen, daß wenig-stens das Luccinum sureum das recht golv - gelbe oder der schönste gelbe, durchsichtigeBernstein niemahls gekünstelt, sondern allemahl natürlich ist , maassen bey dem künstli-chen clariüciren der Bernstein allezeit eher blasser, als dunckler wird, absonderlich so wiedie oräinmre Bernstein -Dreher und Arbeittr damit umgehen. Ehedem hat man denBernstein zu allerhand anderen Farben unsren können, wie denn insonderheit ein vor-trefflicher Künstler in Breßlau gewesen, oder vielleicht ncch seyn mag,Nahmens GottiiebSamuelson, der nicht nur das trübe und undurchsichtige 8uccinum zu klaren und durch-sichtigen hat machen können, sondern auch selbiges roth, blau, vieler, Purpur, grünund weiß zu färben gewust, so, daß er aus Bernstein allerhand imirine Edelgesteine,Brillantes, Dlck-und Nosen-Sreine geschnitten, hernach Colliers, Ohr-kenäLyres, Zit-ker-Nadeln, L^lelers und verschiedenes mehr davon kormiret, auch von dem schönestklaren Bernstein vielerlei) Dinge, die man sonst vonGlaß hat, z. E- Brillen, lVlicrolLo-Pl3, krikmsra, Brenn-Spiegel und dergleichen verfertiget hat, wie solches in denenBr'eßlauischen Sammlungen benachrichtiget wird.
Viertens dienet zur kemarque: daß die durch Kunst klargemachte Bernsteine alle-zeit harter sind, als die natürlichen; ,