k.V. vs ReZno ^linerali, (Ü2P. XXXl. Os 8ulpbture. 1485
Sagt man aber: man heisse die Oehle, Fette, Harhe, chirims, Pech, und allebrennende VLAerabilia öc ^nimalia nur deßhalb Schwefel, weil sie doch etwas vomSchwefel parriLipirten , man wüste doch wohl, daß dergleichen Dinge kein tülpkurmi-neralo wären, eben deßhalb hiesse man sie zum Unterscheide iulpbur veAerabile oderjulxkur ariimale, (gleichwie mir viele gar öffkers also begegnet) so antworte ich hierauf:
i) Hat man gar nicht nöthig, da es kein Schwefel ist, daß man es Schwefel nen-ne, zumahl da in der Welt kein anderer Schwefel, als eben einhig und allein der mine-ralische Schwefel ist: so bald ich nurüüpkur vsAerabile oder tulpkul- animale sage,sogleich rede ich von einem non-ems; 2 ) Hat die tropische Redens-Art, daß manS8y»ec6ocbice nennen wollte, in der Chymie, keine statt, sondern solches wäre das offeneThor zu noch mehrern Oonfulionen, und gesetzt, die ersten, so dergleichen DingeLulpKursgenennet, hätten es rropics gemeyner, das rorum genennet, und karrem verstanden,wie sich noch Einige damit le§irimiren wollen, wenn sie bey allem Quarge das Maulvoll Schwefel haben, so geben sie doch dadurch wiederum ihre I§nc>rance an den Tag,Laß sie nicht alle andere Dinge, die ebenfalls von solchem einseitigen 1?rmLipio parrici-xiren, auch Schwefel nennen, und es mit solchem 'I'ropo sxcuilren: Warum werdennicht alle l^apiäes colorari, lerrse colorarLe und viel tausend Dinge mehr, die mit sol-chem krincipio iiilpltureo versehen, auch lülpkur geheißen?
Und warum nennet man nicht alle diejenigen Mxrs, da das anderfein'ge In^l eclisnskulplturoum, ich meyne das 8al aciöum virriolicum, dazu kommt, oder dabey vor-handen ist, auch lulpUur? z. E- denlarrarum virriolarum,das ^rcsnum cluplioarum,Las lal mirabiie, den Alaun, und viele andere Dinge mehr? Man könnte es mit glei-chem, ja mit weit grösserm, Rechte also heißen, weil es nicht nur ebenfalls ein einseitiges(^orMmrivum, sondern noch das vornehmste, meiste, und gröste CvkMrurivum (rari-vne ()u3nrirari8) des Schwefels ist, übrigens sich hierbey auch mit dem Iropo verhüllen:
Dieweiien aber eben diese Benennungen noch mehrere OnLution zu wege bringenwürden, da die andern ohnedem schon viel erreget haben, so ist es ja das allerbeste, manlasse solche unnütze, ungewisse, und zu nichts anders, als zur Lonfuüon dienende Nah-men und Lxpretliones weg: Man heisse jegliche Sache nichts anders, als wie es zu er-weisen stehet: Man dencke nur immer an die wenigen Worte: Veriras elk Umplsx» dieWahrheit ist einfältig, also auch allhier, was Schwefel ist, Las heisse man Schwefel,und hingegen nenne man keine Sache einen Schwefel, die nicht würcklich und erweißlichauch ein Schwefel ist: Bey dergleichen Dingen und Personen findet sich beständig einnagender Wurm, der immer heimlich zuwispert: Wer weiß, obs wahr ist? Manistabeehingegen in der Chymie noch einmahl so getrost, wenn man der Sachen gewiß ist, unddas, was man also benennet, auch auf eine oder andere Art beweisen kan.
Diß kan gar wohl geschehen, daß ich denen einseitigen Ingreclienribus, die nehm-lich zusammen den Sulpbur coiEruiren, von solchem lVlixro den Beynahmen gebe, umso viel mehr, da das eine als ein wahres krincipium und Grund-Stückederermeisten na-türlichen Dinge, und Las andere auch, als das vornehmste und erste K^postarische«Zum ist, so noch am reinesten und Kxesten von dem ^ciöo primorcksli und Ver ersten,unschuldigsten Erde ciepenäiret, davon wiederum viel tausend andere Sachen pgrrlcipi-ren : Demnach ist es nicht unrecht, wenn ich das inttammabilische IriAreäieus tulplru-ris, Las krinoixium iaüammLdile, auch Las krincixium üiixiiureurv, vel iulpkuris