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um den Durchmesser der Erdbahn zu durchlaufen, s. Licht.Er konnte sich nun sogleich vorstellen, daß wir die in derEkliptik stehenden Sterne , wenn sie in Conjunctiv» mitder Sonne sind, und also hinter ihr und weiter von unsstehen, um i6 Minuten später erblicken müssen, als wennsie in Opposition, d. i. auf eben der Seite der Sonne mituns selbst, und also uns um den Durchmesser der Erdbahnnaher stehen, lind daß wir sie eben deswegen im erstemFalle um 40" weniger fortgerückt erblicken, als im letztem,woraus sich die Phänomene der Abirrung für die in derEkliptik stehenden Sterne, welche stakt der Ellipse eine ge-rade Linie zu beschreiben scheinen, vollkommen erklären.
In Absicht auf die ausser der Ekliptik stehenden Ster-ne siel Bradlez? auf den glücklichen Gedanken, die Be-wegung des Lichts mit der Bkwegung der Erde nach denGesehen der Zusammensetzung der Bewegungen (s. Zu-sammensetzung der Bewegungen) zu verbinden,und nachdem er seine Erklärung mit allen Beobachtungenübereinstimmend gefunden hatte, stattete er davon imJahre 172g öffentlich Bericht ab. (Millol. IransaÄ.Ko. 406.)
Es sey K(Taf. I. Flg. 2.) ein Stern, derben Licht-strahl kll! zu uns sendet, ein kleiner Theil derErdbahn, und (Ü6 der Weg, den der Stral durch-laufen hat, indem die Erde von ^ bis 6 gierig, daß sichalso L6 und A6, wie die Geschwindigkeiten des Lichts undder Erde, d. i. wie 1 oziz: 1 verhalten müssen. Man ver-zeichne das Parallelogramm /GLO, so wird sich die Be-wegung des Lichtstralö 06 , in die beyden Bewegungen 01)---6b' und OH. — 1)6 zerlegen lassen (s. Zusammense-tzung der Bewegungen). Von dem Theile IM kan dasin 6 anlangende Auge nichts empfinden , weil die Bewe-gung 6? mit der Bewegung des Auges durch nach ei-nerley Richtung geht; es empfindet daher nur den Theil1)6, und sieht den Stern b nach der Richtung IM, also vonseinem wahren Orte b um den Winkel L6I) entfernt, wel-cher—ist, und der Abirrungswürkel genannt wird.