aber in der Folge auf den Gedanken, eine Ueberfahrt überden Canal von der französischen Küste aus zu wagen. L>lan-chard kam ihm in dieser Uebcrfahrt zuvor; sein unglück-liches Schicksal aber wollte, daß er dennoch auf seinen Ent-schluße beharrete, wobey er endlich nebst seinem GefährtenRomain nach langem Warten aus günstigen Wind undnach vielen seiner Maschine zugestoßenen Unfällen, am i zIun. 1785 nicht weit von Boulogne aus der Luft herab-stürzte, lind durch den Fall zerschmettert ward.
Glücklicher war der eben genannte Blanchard. Die-ser hatte schon langst vor der Erfindung der aerostatischenMaschinen durch mechanische Mittel vergeblich zu stiegenversucht; jetzt aber machte es ihm diese Erfindung erstmöglich, seinen Zweck zu erreichen. Er stieg auf Aerosta-ten mit brennbarer Lust verschiedcnemal zu Paris undRouen auf, sichte die Lenkung der Aerostaten durch Flü-gel oder Ruder zu bewirken, gieng hierauf nach England,und wagte daselbst, nach vorher allgestellten andern Ver-suchen, an, 7 Jan. 1785 mit demD. Jesfen'es ausAme-rika das kühne Unternehmen einer Ueberfahrt über den Ca-nal, die e r auch in einer Zeit von 2 St. z 2 Min. glücklichvollendete. Er ist seitdem in Deutschland herumgezogen,und hat an verschiedenen Orten Luftreifen angestellt, die je-doch mehr öffentliche Schauspiele als Versuche zu Erwei-terung der Wissenschaft genannt zu werden verdienen.
Die Gebrüder Robert sind noch zweymal, am 1 5Iül. 1784 mir dem Düc de Lharrres, und am 19Sept. mit einem ihrer Verwandten durch die Lust gerciser.Diese letzte Reise ist unter allen die längste. Sie dauerte6 St. 42 Min. und gieng von Paris bis Beuvry in derGrafschaft Artois, welches einen Weg von 50 Stundenausmacht. Sie bedienten sich dazu eines cylindrisch ge-stalteten Aerostaten mit brennbarer Luft, und behaupten,durch den Gebrauch ihrer Ruder 22 Grad Abweichung vornWinde erhalten zu haben.
In England blieb man eine Zeitlang gleichgültig gegendiese aus Frankreich gekommene Erfindung. Obgleichschon im Nov. r?8Z der Graf Zambeccari, ein Italia-