Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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genau gearbeitetes rechtwinkliges Parallelepipedum seyn,und längst der Mitte jeder Seitenfläche müste eine etwa inIOOO Theile getheilte Linie Herabgehen, auf der man auchbey einer schiefen Lage des Scabgens, dennoch das Ver-hältniß des eingetauchten Theils zum Ganzen richtig würdebemerken können. Ein solches Stabgen würde sich in ei-nen Liquor gesenkt, und bey L an einem Faden gehalten(nicht gezogen), bis O, z. E. um 6oo Theile einsenken.Sänke es nun im Regenmacher um z;o Theile ein, sowürde sich des Regenwassers Dichte zu des LiquorS Dichte,wie 600 : 550 verhalten. Ich habe diese Einrichtung inden hydrostatischen Vorlesungen meines ehemaligen Lehrers,des Pros. -Heinsurs in Leipzig, kennen gelernt, der siezu Prüfung der speeisisehen Schweren der Mineralwasservorschlug.

Es ist zu verwundern, daß man die bisher beschrie-benen 'Aräometer, welche die Dichte der Liquoren durch dieTiefe des Einsinkens messen, noch immer beybehält, undso viel daran künstelt, da doch die Bestimmung der festenPunkte und das Graduiren so viel Mühe und Unzuverläs-figkeit veranlassen, daß Instrumente dieser Art aller ange-wandten Bemühungen ohngeachret doch immer unvoll-kommen bleiben werden. Die Begierde, sogleich an einerSeals zu sehen, wie gut oder dicht ein Liquor sey, ohnedaß es erst einer Rechnung bedürfe, mag wohl die Ursachedavon seyn; es heißt aber nicht die Ehymiker ehren, wennman ihnen unzuverlässige Weingeistproben in die Händegiebt, um ihnen eine Division zu ersparen.

Weit einfacher, leichter zu verfertigen, und m derAnwendung sicherer ist dasjenige Aräometer, welches dieDichten der Liquoren durch Gewichte abmißt. Es führtgemeiniglich den Namen des Fabreiiheiti'scheii allge-meinen Aräometers , obgleich nach Leupold (lAearr.kniu. ?. II. §.28.29.) schon Nlomoiiv, ein Arzt inLyon (f 1665) in seiner Reiscbeschreibung, auch der P.Feuillee (lournal sies »bsti v. sie pbzsi. ?gris 1714. 4.)ähnliche Einrichtungen beschreiben. Dieses Instrumentbesteht aus einer holen gläsernen oder messingnen Kugel v