Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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Astr lZ9

gemacht haben. Driganus (kchbsme'ricler Kwn6e»!>ur§.?r 5 . 1^05. gr. 4.) setzte seinen Ephemeriden eine, sonst inguter Ordnung geschriebene, Einleittmg in die Asirologievor. Mon'n (Astrologie Lallica. »8g. dom. >6cki.fol.) suchte die Sterndeuteklinst aus physischen und mathe-matischen Gründen zu erweisen; zu seinem Werke sei! dieKönigin von Polen Maria von Gonzaga eine ansehnlicheGeldsumme hergegeben haben. Die Astrologie galt etwasbey den Großen. Daher hat Herr Räftner (Schriftender götting. deutschen Gesellsch. II. Sammt. 0.) gefragt:ob die Astronomen klug daran gethan haben, baß sie soehrlich gewesen sind, die Astrologie aufzugeben. Endlichhat die völlige Bestätigung deö Copernikanischen Systemsund die allgemeinere Verbreitung der bessern Astronomiediese Thorheiten unterdrückt, und nur selten gelingt es nochder Schwärmerey oder dem Betrüge, die Leichtgläubigendamit zu hintergehen.

Sternkunde, Astronomie, A/Ao-»omrr. Diesen Namen führt die Lehre von den Weltker-pcrn. Die Bewegungen, Größen, Entfernungen, Wir-kungen derselben auf einander :c. machen den erhabnen Ge-genstand dieser Wissenschaft aus, in welcher sich Verstandund Fleiß der Menschen auf eine vorzügliche Art hervor-gethan haben. Der griechische Name Astronomie drücktwörtlich Lehre von den Gesetzen der Gestirne aus; er istsehr schicklich gewählt, denn alle Bewegungen der Welt-körper erfolgen nach bestimmten und unabänderlichen Ge-setzen.

Man theilt die Astronomie in die sphärische, thco-rische und physische ein. Du sphärische handlet vonden in die Sinne fallenden Erscheinungen des Weltge-baijdeS, welches sich der Beobachter als eine sein Augeumgebende Sphäre oder Kugel vorstellt; die rheorische(von Theorie oder spekulativem Nachdenken über die Er-scheinungen benannt) sucht daraus die wahren Bewegun-gen der Weltksrper und deren Gesetze herzuleiten; die phy-sische lehrt die Ursachen dieser Bewegungen, oder die