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Fast aus allen flüßigcn, ja auch aus vielen festenKörpern steigen, wenn sie der Luft ausgesetzt sind, Theilein dieselbe auf, durch deren Abgang das Gewicht der Kör-per vermindert wird. Man findet, daß dieser Uebcrgangder Theile durch größere Warme, Sonnenschein, Reinig-keit der Lust, größere Oberfläche, Bewegung der Luftrc.verstärkt wird. Diese fremdartigen Thcilchen machen dieLust nicht undurchsichtig, lassen sich auch nicht leicht in der-selben bemerken. Sie erheben sich aber im Luftkreise oftzu beträchtlichen Höhen, und vereinigen sich endlich durchirgend eine im Luftkreise vorgehende Veränderung in kleineMassen, welche der Lust ihre Durchsichtigkeit benehmen,und die Bestandtheile der llVolken ausmachen.
Besonders ist das lVasser diesem Uebergange seinerTheile in die Luft in einem sehr hohen Grade ausgesetzt,und obgleich einige flüchtige Geister, z. B. der Aerher,der rauchende Salpeter-geist, die flüchtige Schwefelsäure :c.noch weit schneller, als das Wasser, verdunsten, so machtdoch die große Menge des auf der Erdoberfläche verbrei-teten und in d en Körpern enthaltenen Wassers, daß mandiese Materie allerdings für den vornehmsten Stof haltenmuß, mit welchem sich die Luft bey der Ausdünstung ver-bindet, und welcher das Vehikulum sehr vieler übrigen inden LuftkreiS aufsteigenden Theile ist. Daher hat auch dieAusdünstung des Wassers die Physiker von jeher am mei-sten beschäftiget. Sie ist ohne Zweifel die Hauptursacheder meisten im Luftkreise vorgehenden Veränderungen, undmacht in dieser Rücksicht einen sehr wichtigen Gegenstandder Naturlehre aus.
Man hat durch die Werkzeuge, welche die Größe derAusdünstung zu bestimmen dienen, s. Armomereu, ge-funden, daß in der Gegend von Paris die Ausdünstungdes Wassers, wenn sie über die Oberfläche, von welchersie aufstieg, wieder ergossen würde, jährlich 28 bis zoZoll Höhe betragen würde. Nach Gedileau (lVlem. äsI'acacl. cstr st. cke karis. ick-r.) war die Ausdünstungin Paris