Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
211
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Aus

sie warmek, so löset sie mehr anf. Dies lehren die Ver-suche deutlich. Eine wohl verstopfte gläserne Kugel auf eis-kaltes Wasser gelegt , überzieht sich nach z—4 Minuteninwendig mit vielen Wassertröpfchen, die aber bald wiederverschwinden, wenn sich die Kugel erwärmt; dieser Was-sertröpfchen sind weniger, wenn das Wasser, worauf dieKugel gelegt wird, wärmer ist. Uebrigenö will le Rordurch den Ausdruck: Auflösung der Salze in Wasser, nurso viel sagen, es gehe eine wahre chemische Auflösungvor; er gebraucht das Beyspiel der Salze blos, die laichesinnlicher zu machen, weil die Naturforscher damals nochnicht so, wie jezt, an die Sprache der Chymie gewöhntwaren.

Le Roi schließt aus dieser Theorie, es müsse für je-den Zustand der Lust eine gewisse Temperatur geben, beywelcher sie anfangen würde, einen Theil des in ihr ausge-lößten Wassers fallen zu lassen. Diese Temperatur nennter den Grad der Sättigung der Luft. Wäre z. B.dieser Grad der Sättigung für einen gewissen Tag derzehnte Grad des Neaumürischen Thermometers, so würdedie Luft über d iesen Grad erwärmt, immer noch mehr Was-ser auflösen; gerade auf diesen Grad erkaltet, zwar keinesmehr auflösen, aber auch noch keines fallen lassen; unterdiesen Grad erkaltet aber desto mehr fallen lassen, je mehrsie erkaltet würde. Er giebt Methoden an, diesen Gradder Sättigung zu jeder Zeit zu bestimmen, und schlägtBeobachtungen hierüber, nur andern meteorologischenWahrnehmungen verglichen, als die besten Mittel vor,die wahren Ursachen der veränderlichen Auflösungskrast derLust zu entdecken, s. Hygrometer.

Alan könnte gegen diese Theorie des le Roi einwen-den, das Wasser dünste nach kVallcrruö (schweb. Abhdl.1740. S. 27.) auch im luftleeren Raume aus; allein daunter der Glocke der Luftpumpe eine so große Menge Luftaus dem Wasser selbst hervorgehet, so kan ein Raum, inwelchem Wasser ausdünstet, nie vollkommen luftleer seyn.

Die neuste und vorjeht die befriedigendste Theorieder Ausdünstung hat Herr Ve Saussm'e (M-äs ine i'Iry—