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Avt
werke, welche ihre bewegende Kraft in sich selbst verb orgenhalten, und sich also von selbst, ohne merkliche äußereKraft, zu bewegen scheinen. Gemeiniglich sind die bewe-genden Kräfte Federn oder Gewichte, weil sich diese inden kleinsten Raum zusammenziehen, und am besten ver-bergen lassen. Die gewöhnlichen Taschenuhren geben dasbekannteste Beyspiel von Avtomaten.
Einige Mechaniker haben die Kunst in Absicht aufdergleichen avromatische Werke zu einer bewundernswür-digen Höhe getrieben. Die meiste Bewunderung verdie-nen diejenigen Avtomate, welche unter der Gestalt mensch-licher Figuren allerley menschliche Handlungen vorzuneh-men scheinen. 'Sie heißen Anduoide (bommem kiimi-lanris). Die Tradition sagt von Albert Gror, insge-mein Albertus Magnus genannt, er habe bereits im drey-zehnten Jahrhundert ein Avtomat in menschlicher Gestaltverfertiget, welches den Anklopfenden seine Thüre geöfnet,und dabey einen kaut, als ob es sie anredete, von sich ge-geben habe. So soll auch Regiomoncan nach dem An-führen des, Raums (8cboI. warb. k.. II. p. 65.) eineeiserne Fliege verfertiget haben, welche sich aus seiner Handum die Tafel herumbewegte, und wieder zu ihm zurückkam.Beyde Erzählungen aber sind nicht glaubwürdig.
Vaucanson verfertigte im Jahre i?z8 zu Parisseinen mit Recht so berühmt gewordenen Flötenspieler,welcher von ihm silbst (Us iVIscanilme clu Mreur auro-mace. ?aris. i7z8- übcrs. im Hamb. Mag. ll.B. I.St.)umständlich beschrieben worden ist. Die Figur war 5^pariser Schuh hoch, sitzend, und mit einem Piedestal ver-sehen, in welchem die Haupttheile des Mechanismus ver-borgen waren. Mit einer unglaublichen Geschicklichkeithatte der Urheber dieses Kunststücks die feinsten mechani-schen Hülfsmittel so zu nützen und zu verbinden gewußt,daß diese Maschine verschiedene musikalische Stücke aufder Queerflöte mit der grösten Genauigkeit in Unterschei-dung des verschiedenen Takts und des Vertrags ausführte,ohne anders in die Flöte zu wirken, als der Mensch, nem.lich mit den Lippen zum Ansatz, und mit den Fingern zur