Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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Bad 2zr

schreiben eine große Anzahl warmer Bader, unter welchenich hier nur einige beyspielsweise zu Anführung mehrererUmstünde ausheben will.

Des in ganz Europa berühmten Carlsbads wirdschon im achten Jahrhundert erwähnt, ob es gleich erst seitrz 7 O durch Kayser Carl! V. bekannter geworden ist. DerBrndei oder Sprudel bricht nahe am Töpelfluß häufigaus fünf Dehnungen hervor, lind steigt völlig 6 Fuß überdie Oberfläche. Die Adern streichen queer unter dem Flussedurch, lind mitten im Flusse, wo sich das Wasser selbsteine Steinrinde oder ^Lprudelschale gemacht hat, werdensie jährlich zweymal durch eine sechste Oefnung abgezapft,indeß man die Rohren und Ständer, durch die es ge-wöhnlich springt, reiniget. Diese Duelle giebt stündlich; o Ccntner Wasser. Die Wärme ist ohngefähr; 9 Gradnach Reaumur, brüht das Federvieh, und siedet die Eyerhark. Der Sprudel riecht etwas schweflich, schmeckt, eheer erkaltet 5 salzig, etwas fett und laugenhaft. Nach Ge-wittern schmeckt er stärker lind kräftiger. Man erhält dar-auf durch das 'Abdampfen einen Rückstand von 29^ Granaus jedes Pfund, nemlich 2^ Gran Laugensalz, 19^ GranGlaubers Salz, 2^ Gran Kalk lind 5^ Gran Selenit.Becher (Neue Abhdl. vorn Karlsbade, Prag 1772. gr.8.)giebt arss ein Psuird an zH Gr. Erde, welche er für die al-kalinische Basis der Schwefelkiese hält, i z Gr. Glauber-salz nebst 4 Gr. Kochsalz in Krystallen, und 8 s Gr. mi-neralisches Mali mit einem geringen Eisengehalt. Selenitfindet er nicht darum. Nicht weit davon find noch einigewarme Duellen, unter welchen der Mühlbrunnen uiid Neu-bruiMn die vornehmsten sind. Beyde geben einen stär-ker« Rückstand, als der Cpnrdcl, und enthalten vornehm-lich mehr Glaubersalz. Der erste ist klarer und säuerlich,auch angenehmer, als der Sprudel, und hat 40 GradWärme nach Reaumur. Der letztere hat 48 Grad Wär-me, riecht nach Schtvefelleber, schmeckt aber nickt unan-genehm. Der Sprudel ist wegen seiner Wirkung gegenGicht und Stein bekannt. Er überzieht die meisten hin-eingelegten Sachen, doch das Fleich nicht, mit einer Stein-