Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
398
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Blitz einen von der Auffangungsstange 50 Schuh weit ent-ferncen Schorstein zuerst traf, und von da auö durch ver-schiedene metallische Theile mit Zerschmetterung der daz»ri-schenliegenden Körper in die Erde gieng. Es ist dahwrathsam, den Forst eines Ziegeldaches mit Bley zu be-decken, dasselbe oben um den Rand der Schorsieine herum-zuführen, und es zugleich mit den in dem obern Theile derMauer lind im Simse befindlichen Klammern, hinlänglichmit der Ableitung zu verbinden. Daß bey Kirchthürmmdie Wetterfahnen, Kreuze rc. zu Auffangungsstangen, undkupferne Dachungen von gehöriger Continuität zu Theilender Ableitung genutzt werden können, fallt von selbst in dieAllgen. Wesentliche Erfordernisse find Hervorragung derAuffangungsstange, sartsame Continuitat der metallischenLeitung von allen dem Blitze wahrscheinlich ausgesetztenStellen her, und Fortgang derselben zum Wasser; dasübrige zufällige kan nach den Bedürfnissen jedes einzelnenFalles auf mancherley 'Art verändert werden.

Als ein Beyspiel eines einfachen und wohl ange-legten Blitzableiters bildet Taf. IV. Fig. 64—67. denje-nigen ab, welchen mein verstorbner Freund, D. Ludwig,an dem Wohngebäude des Ritterguts Löbnitz angelegt hat.Fig. 64. zeigt den Ableiter selbst und dessen Verbindungmit dem Gebäude. Er besteht aus einer 82 Leipziger El-len langen zugespitzten Stange von ^ Zoll Durchmesser, diein einem Abstände von 8 Zollen am Hause herunter insWasser geht, und sich daselbst in verschiedene zugespitzteZweige endiget. Sie ist nur an einem einzigen Orte, ohn-gefähr in der Mitte, mit Nieten zusammengefügt; die übri-gen Theile derselben sind in einander geschweißt. DieseStange ist an die Theile des Hauses bey naarr durch höl-zerne Teller, die sie isoliren, befestiget. Fig. 65. zeigt denDurcksschmtt eines solchen Tellers, a a den Teller selbst,oben kegelförmig, damit der Regen ablaufen könne, b lrden eisernen Ring, der ihn einfasset, c», e lr Schrauben,den Ring mit den Klammern am Gebäude zu befestigen,cci den durchgehenden Theil der Stange. Fig. 66. zeigteben dies von unken gesehen. Wegen der Länge der Stange