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Coh
Die meisten Naturforscher sehen diese starke Cohasionbey Vermehrung der Berührungspunkte, besonders durchdazwischen gebrachte Mäßigkeiten, als die Ursache der Bil-dung der Steine an. In einer Sandschicht berühren sichdie Körner an wenigen Stellen, und würden so vielleichtJahrhunderte lang unverändert Sand bleiben. Man setzeaber, daß sich Wasser durch diese Schicht durchseihe. Diesführt kleinere Körner zwischen die großen, und noch klei-nere zwischen jene, vermehrt die Berührungspunkte, undmit Ablauf der Zeit wird die ganze Masse Stein, s. Ver-steinerung. Auf eine ähnliche Art bereiten wir unserMauerwerk. Wir vermischen den Sand mit Kalch,welchen das Wasser zwischen die Sandkörner führt, und,wenn das Wasser verdünstet, eine Menge Berührungs-punkte giebt: dieser versteinerte Sand hangt sich aus glei-cher Ursache an die Steine und Ziegeln, und verbindetdas Ganze. Wenn eine Mauer wohl zubereitet und anErdreich gelehnt oder dich ist, daß die Feuchtigkeit eindrin-gen und in ihre kleinen Zwischcnräume noch feinere Ma-terie führen kan, so wird sie mit der Zeit so fest, wie Fels.Vielleicht hat der Mörtel der Alten seine große Festigkeitblos der Zeit zu danken. Was hier die Kunst bewirkt,thut auch die Natur; die Breccia oder das zusämmcnge-backne Gestein ist ein natürliches Mauerwerk.
Aus gleichen Gründen hangen polirte Glas- Metall-»nd Marmorplatten bey genauer Berührung mit einerWasserfläche und untereinander selbst zusammen; auchdann noch, wenn man ein Haar oder einen seidnen Fadendazwischen legt. Im Gegentheil kan man das Zusam-menhängen zweener Körper, die sich genau berühren, da-durch verhindern oder schwächen, daß man einen anderndazwischen bringt, der sie von einander entfernt hält, undbeydtz selbst nur in wenigen Punkten berührt. Aus diesemGesetz der Cohasion erklären sich auch viele in den Künstenbekannte Verbindungsmittel, das Leimen, Kütten, Lothen,Zusammenschweißen u. dgl.
IritrncjuÄio sä collgerentism corpnrum kr-ruoN»U in ej, viff. plixücis, l.Ußcl. Lst. 172Y. 4 maj. p. 42z.