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oder gewöhnlichen Zustande einnimmt, so seht dies voraus,daß seine Bestandtheile im gewöhnlichen Zustande einandernicht so nahe sind, als sie seyn können, daß sich also zwi-schen ihnen Raume befinden, welci>e entweder leer oder miteiner stüßigen Materie, die sich heraustreiben last, ange-füllt sind. Da nun alle bekannte Körper Zwischcnraumehaben, in welche fremde Materien eindringen können, soläst sich vermuthen, daß alle Körper compressibel sind, obes gleich bey manchen einer sehr starken Kraft bedürfenmöchte, um die Zusammettdrückung zu bewirken.
Körper, welche sich, wenn die zusammendrückendeKraft nachlaßt, wieder in ihren vorigen Raum ausbrei-ten, heißen elastisch; diejenigen, welche dies nicht thun,weich. Es folgt hieraus natürlich, daß allen elastischenund weichen Körpern Compressibilität zukomme.
Man hat ehedem den meisten Liquoren, und insbe-sondere dem Wasser, die Compressibilität und Elasticitätabsprechen wollen. Die Versuche der Akademie del Ci-mento in Florenz (8s§Zi 6i nsrurgli kcherienre, karre nels^caclem. clel Limemo, in lurenre. i66i.kol.) und desMusschenbroek (Isnwmms exporim. narural. cgpto-rum in acaci. ciel Lim. lmgei. Kar r?z 1. 4.) schienen aufdiesen Schluß zu leiten; aber neuere Versuche von Carl«ton, Abich und v. Herbert haben das Gegentheil ge-lehrt. Ich werde hievon bey dem Worte r Wasser, um-ständlicher reden. Uebrigenö scheint die Elasticität der Li-quoren schon daraus zu erhellen, weil sie den Schall ebensowohl, als feste Körper, fortpflanzen.
Man kan also die Compressibilität als eine allgemeineEigenschaft aller Körper ansehen. Nur den ersten Be-standtheilen der Körper, oder den Atomen, kan sie abge-sprochen werden, in so fern man sich in diesen keine weitemTheile denkt, die einander mehr, als vorher, genähert wer-den könnten. Aber wir wissen von den Atomen so wenig,daß sich von ihrer wahren Natur und ihren Eigenschaftennichts mit Gewißheit behaupten läst.
Lomppesson, f. Zusammendrückung.