5Z6 Con
citäten bey mehrerer Annäherung beyder Platten an einan-der immer schwächer werden.
Oder in andern Ausdrücken: Kömmt in den Wir-kungskreis eines -s- k! ein Körper, der mehr -j- k als -— Lhat, so wird von jenem -k- L ein Theil seines —L gebun-den, und daher mehr von seinem 4- L frey oder sensibel,woraus eine natürliche Folge ist, daß er nun weniger,als vorher, im Stande ist, noch mehr anzunehmen.Kömmt aber in eben diesen Wirkungskreis ein Körper, dermehr -—L als ch-L hat, so wird wiederum ein Theil die-ses — k gebunden und unwirksam gemacht, oder eö wirddie Intensität dieses—L geschwächt, woraus folgt, daßer nun noch mehr — ki anzunehmen fähig werden muß.Hieraus fließt der Sah:
Einsenkung eines isoljrten elektrisirten Körpers in denWirkungskreis einer entgegengesetzten Elektricitätvermindert die Intensität, und vermehrt die Ca-pacität desselben.
Wenn man einen elektrisirten Körper gegen einen mitder Erde verbundenen Weiter, z. B. gegen den Tisch, nä-hert, so wird schon durch diese Annäherung in dem Leitereine entgegengesetzte Elektricität entstehen, und der ihm ge-näherte elektrisirte Körper wird vermöge des vorherstehen-den Satzes weniger Intensität zeigen, aber mehr Fähig-keit erhalten, neue Elektricität anzunehmen. Wenn ma»Z. B. die Trommel eines Elektrophors so stark elektrischdaß der Zeiger eines damit verbundnen Elektrometers bisauf 6e>o steigt, und dann die an seidnen Schnüren gehal-tene Trommel nach und nach gegen den Tisch senkt, sowird der Zeiger des Elektrometers allmählich auf 50,40, ZO° u. s. f. fallen. Hebt man aber die Trommelwieder auf, so steigt das Elektrometer wieder auf den vo-rigen Grad, den Verlust von Elektricität abgerechnet, denindeß die Feuchtigkeit der Luft oder andere zufällige Ursa-chen können veranlasset haben. Man setze, die Trommeldes Elektrophors sey positiv elektrisirt, oder -l- L, so wirddieses -l- L bey der Annäheruug an den Tisch einen Theil