578 Dia
und zudem Range einer eignen Erde unter dem Namender Edelerde ( 1 'erra nobilix, ^ DrUvraur) erho-
ben. Ar'rwan (Arssangsgr. der Mineralogie von Air-ivan, aus dem Engl. mit Anm. von Ereil, Berl. 1785.8 .) macht zu der Classe der Erden und Steine einen eignenAnhang, der den Diamant und das Reißbley begreift, weilbeyde Körper im Feuer so verflüchtiget werden, daß keinefeuerfeste wahre erdigte Theile zurückbleiben; daher er dieseKörper nick-t unverdienter Weise unter die Erden und Steineeinschalten will.
Diät. rsik. lle kdyk. srt. Oramane.
Maequers chym. Wörterbuch, durch Lconhardr, Art.Diamant und Edelerde.
Diünmbaum, Silberbaum, ^rbor vi-rnae.Der Dianenbaum ist das Werk einerchymische» Operation, durch die man eine gewächö- oderbaumsörmige Zusammenfügung der Silbertheilchen erhält,welche vorher in der Salpetersäure aufgelöset waren, unddurch Quecksilber daraus niedergeschlagen werden. Manhat ihm den Namen Dianenbaum wegen des Silbers bey-gelegt, welches die Chymisten Luna oder Diana nennen»-^oinberg (bcköm. 6e t'sich 1710.) giebt zur Verfertigungdes Dianenbaums folgendes Verfahren an.
«Man mache ein kaltes Amalgams aus vier Quent-»chen Silbcrfeile oder Silberblättchen, und zwey Quent-»chen Quecksilber, löse dieses Amalgams in einer genug-»samen Menge (etwa 4 Unzen) reinem und mäßig starken»Salpetergeist auf, verdünne die Auflösung ohngefähr mit»i^ Pfund destillirtcm Wasser, schüttle die Mischung, und»hebe sie in einer zugestopften gläsernen Flasche auf. WenN»man sich dieser Bereitung bedienen will, so nimmt man»eine Unze davon, gießt sie in eine Phiole, seht einer Erbse»groß Gold- oder Silberamalgama, das so weich wieBut-»ter ist, dazu, und läst das Gefäß ruhig stehen. Man sieht«fast sogleich aus dem Amalgams Fädelt hervorkommen,«welche sich geschwind vergrößern, nach allen Seiten Zweige«aussenden und die Gestalt kleiner Sträuche annehmen.«