6 ,j.Q D u r
schwächt das Licht in der Ferne, und wird in großen Mas-sen dadurch einigermaßen sichtbar. Körper, die nur einenTheil des auf sie fallenden Lichts durchlaffcn, heißen halb-
dUUcsisichtlg (lömi-pellucicla,
Ällklch^k!)klZ^Ü / kellucicinas, 7>a«/^-r»-s7r^,D/a/>/>Ene. Die Eigenschaft der Körper, dem Lichte ei-nen Durchgang zu verstatten.
Die Phänomene der Durchsichtigkeit haben vieles,was auf den ersten Blick unerwartet scheint. So dichteund harte Körper, wie der Diamant und Krystall, ver-statten dem Lichte einen freyen Durchgang; da hingegenlockere poröse Körper, wie Holz und Kork, dasselbe auf-halten. Dies zeigt schon deutlich, daß die Durchsichtig-keit nicht von der Menge der Zwifchenraume abhänge.Wasser und Oel sind beyde für sich durchsichtig; aber ver-mischt und wohl durcheinander geschlagen, geben sie ein un-durchsichtiges Gemisch. Auch der Schaum ist undurch-sichtig, und doch nichts als eine Mischung von Wasser undLuft, welche beyde an sich durchsichtig sind. Das Papierist undurchsichtig, so lang seine Poren mit Luft angefülltsind, es last aber das Licht durch, und verstattet eineSchrift dadurch zu lesen, wenn man es mit Wasser oderOel tränket.
Es würde daher eine sehr »»gegründete Vorstellungseyn, wenn man die Ursache der Durchsichtigkeit in dergroßem Menge der leeren Zwischenräume suchen wollte,da dichtere Körper, die weniger Zwifchenraume haben, oftweit durchsichtiger sind, als lockere, und Körper, wie z. B.das Papier, durchsichtiger werden, wenn man ihre Zwi-schcnraume mit dichter» Materien anfüllt. Und im Grundehat ein jeder Körper so viel Zwifchenraume, daß etwas sofeines, als das Licht ist, gewiß einen Durchgang durch die-selben müste finden können.
Descarres (Dioprr. L. I. §. 7.) hat die Ursacheder Durchsichtigkeit in der geradUiügrcn Anordnungund Lage der mit der Lichtmaterie erfüllten Zwischenräumezu finden geglaubt. Aber wieckan man sich einen Körper