Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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647
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Ebb 647

fängt, und ein sechs Stunden langes Steigen des Meers,die Amh (üuxus, /ttx) veranläßet, wodurch nach zwölfStunden, d. i. etwa drey Stunden nach dem Durchgangsdes Monds durch die untere Helfte des Mittagökreiseö, dievolle See wiederum eintritt. Diese Abwechselung dauretunaufhörlich fort, doch so, daß am folgenden Tage diehohe Fluch um 49 Minuten später, als am vorhergehen-den, eintritt, so wie auch der Mond jeden Tag UM49MM.später durch den Mittagskreis geht.

Während der Fluth tritt das Meerwasser in die Mün-dungen der ins Meer auskaufenden Flüsse zurück; wahrendder Ebbe aber erhalten die Gewässer dieser Flüsse ihrenfreyen Ablauf wieder.

Bey der Ebbe und Fluth kommen an den Orten, w»,die Bewegung des Wassers nicht durch Inseln, Vorge-birge, Meerengen oder andere Hindernisse ausgehalten wird,drey sehr merkwürdige und regelmäßige Perioden vor, einetägliche, eine monatliche und eine jährliche.

Die tägliche Periode besteht in der schon angeführtenzwcymaligen Abwechselung, nach welcher binnen 24. St..49 Min. zweymal Ebbe und zweymal Fluth ist. IhreDauer kömmt überein mit dem Zeitraume zwischen zween,auf einander folgenden Durchgängen des Monds durch denMittagskreis.

Die monatliche Periode zeigt sich darinn, daß diese-Bewegungen der See jeden Monat zweymal am stärkstenund zweymal am schwächsten sind. Die stärksten Fluchenfallen in die Tage des Neumonds und Vollmonds, d. h»der Gyzpgien, oder richtiger, etwa i - Tag nach demNeu- und Vollmonde; die schwächsten in die Zeiten der«Quadraturen, oder vielmehr i^Tag nach dem erstenund letzten Mondsviertel. Wenn im Neu- oder Voll-monde der Mond zugleich in der Erdnähe ist, so wird dieVerstärkung der Fluch sehr beträchtlich.

Die jährliche Periode endlich besteht darinn, daß um.die Zeit der Nachtgleichen (21 März und 2 r Sept.) dieFluchen in den Syzygien viel stärker, und in den Quadra-turen viel schwächer, als sonst, werden; da sie hingegen