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zu legen. Man kan diese'Eigenschaft an den gesrornenFensterscheiben, und überall, wo Eis in dünnen Blatternentsteht, gar nicht verkennen, wenn man eine nach demWinkel von 62° ausgeschnittene Pappe aus die Winkel derEisstgurcn legt. Auch in runden Gesäßen wachen die ent-stehenden Eissaden mit den Wänden der Gefäße eben die-sen Winkel. Eis von laugenartigen oder uriuösen Mate-rien giebt ihn am beständigsten und deutlichsten. Hiemitscheinen offenbar auch die sechseckigten Schneefiguren in >Verbindung zu stehen, s. GcHnee. Aus diesem Bestre-ben nun, welches durch die Erfahrung hinlänglich darge-Lhan ist, folgt eine Ausbreitung oder Anschwellung desgefrierenden Wassers darum, weil längliche Theile oderkleine Fäden, die sich unter irgend einem Winkel aneinan-der hängen, nothwendig Ausdehnung nach der Gegend,nach welcher ein Schenkel dieses Winkels vom ander» abliegt, verursachen müssen. Diese Ursache hält Mairanfür die stärkste unter allen angegebnen, und setzt hinzu, ingroßen Wassermassen würde sie durch die Nähe der Theil-chen an einander sehr eingeschränkt; im Schnee hingegenwirke sie mit voller Freyheit, und sey daher auch der Grundder großen Lockerten des Schnees, der oft mehr als 12inalso viel Raum einnimmt, als das Wasser, in das erzerstießt.
Die alte Meinung, daß abgesottenes Wasser eher,als eingekochtes, gefriere, hat sich nach Mariorre's, per-ranlcs und Mainans Versuchen nicht bestätiget. plinius(l UK.nsr. b,. XXXI. c. z.) führt an, daß sich Nero des abge-kochten Wassers (ciecottum Keronis) bedient habe, um esin einem mit Schnee umlegten Gefäße kälter zu machen,als Wasser sonst gewöhnlich werde, wobey es doch nichtsvon der vermeinten Schädlichkeit des Schnees «an sich ge-nommen habe. Es ist aber hierinn zwischen gekochtemund angekochtem Wasser gar kein Unterschied.
Eben so falsch ist das alte sehr gemeine Vorurtheil,daß das Eis in den Flüssen auf dem Grunde ent stehe, underst in der Folge unter der Gestalt der großen Schollen,die man Grunyeis nennt, in die Höhe komme. Es ist