Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
681
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Eis

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toisen Flache tragt nicht roo Mann, ohne unterzusinken.Denn rechnet man auf jeden Mann 160 Pfund Gewicht,so ist die ganze Last 16000 Pf.; das Gewicht des von derEisscholle aus der Stelle getriebnen Wassers aber übertriftdas Gewicht der Eisscholle selbst (wenn man die specifischenSchweren des Wassers und Eises, wie 12:11 seht, undden Cubikschuh Wasser 72 Pfund schwer nimmt) nur um1; 120 Pfund. Man muß daher, wenn man auf die Fe-stigkeit des EiseS zu Tragring von Lasten rechnen will, vondem ununterbrochncn Fortgange desselben ohne Risse undSpalten versichert seyn.

Die Temperatur des EiseS bey seiner Entstehung istso bestimmt, daß sogar das Wasser, wenn e§ kalter ist,als dieser bestimmte Grad, im Augenblicke des GefrierenSetwas von seiner Kälte verlieren muß, wie dies durch dieoben angeführten Versuche vollkommen bestätiget wird.Diese Temperatur des gefrierenden Wassers ist mit derTemperatur des zergehenden EiseS einerley, und wird alsein fester oder unveränderlicher Punkt unter dem Namendes Eispunkts oder Gefrierpunkts bey der Einthei-lung der Thermomechrscalen zum Grunde gelegt, s. Ther-mometer.

Wenn aber das Eis einmal entstanden ist, so nimmtes in kälterer Luft, oder überhaupt durch Berührung an-derer kältern Körper, sehr leicht größere Grade der Kältean. Doch zeigt sich hierum eine große Verschiedenheit,und die Temperaturen des Eises und der Atmosphäre än-dern sich nicht allezeit übereinstimmend.

Das Eis ist gewöhnlich weniger durchsichtig undweißlicher, als das Wasser. VeydcS kömmt wohl vonden darum enthaltenen Luftblasen und kleinen Rissen her,die man durch das Vergrößerungsglas häufig be-merkt, und welche die Menge der Reflexionen und Bre-chungen des Lichcs vermehren. Die äußere Rinde desEiseS ist, vielleicht wegen der ungleichen Lage ihrer Theile,welche hier ihre Stellung beym Gefrieren mit der gröstenFreyheit ändern können, am undurchsichtigsten. Das In-nere ist durchsichtiger und von lebhaftem; Glänze.