Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
763
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Ele 76z

Die Phänomene des Elektrophors erklären sich nachdieser Theorie weit leichter, als nach der Franklinschen, s.Elektrophor. Auch sind alle Erklärungen vollkommengleichförmig, sie mögen * L oder — L betreffen, welchesman bey Franklins positiver und negativer Elektricität nichtallezeit sagen kam

Bey Gegeneinanderhaltung dieser beyden Theorien,welche bis hieher die einzigen beyfallswürdigen sind, scheintes für Franklin's Meinung Vortheilhaft, daß sie da nurerne Materie braucht, wo Gymmer deren zwo anneh-men muß. Man soll nach Newtons weisen Regeln niemehr Ursachen annehmen, als zur Erklärung der Erschei-nungen nothwendig sind, also nicht zwo, wo eine hinreicht.Allein es ist hier eben die Frage, ob diese eine wirklich hin-reichend sey, und überdies ist es der Analogie der Natursehr gemäß, zwo Substanzen anzunehmen, die sich anzie-hen, binden und sättigen, wie Säuren und Laugensalze,deren besondere Wirkungen unmerklich werden, wenn sichbeyde zu einem Mittelsalze verbinden.

Gegen Franklr'ns positive und negative Elektricitätaber last sich einwenden, daß noch niemand durch einenentscheidenden Versuch habe darthun können, welche vonbeyden denn wirklich die positive oder im Ucberstuß beste-hende sey» Es verhält sich nach dieser Theorie mit »k- L,0 und—L, wie mit verdichteter, freyer und verdünnterjust. Wie es nun bey der Luft sogleich in die Augen fallt,wo sie verdichtet und verdünnt sey, so sollten sich doch hierauch deutliche Anzeigen finden, wo man den Ueberfluß, undwo den Mangel, antreffe. Franklm ward hierüber schonvon Kinneröley befragt, und nahm die Glaöelektricität fürdie positive an. Seine Gründe für diese Behauptung sindfolgende.

:. Die Glaselektricität giebt weit stärkere und län-gere Funken, als die einer Schwefeikugel. Dies erklärter dadurch, daß die Körper weit geschickter find, mehrElektricität anzunehmen, als die ihnen eigne aus sich her-zugeben, dah§r der Conductor durch Glas, wobey er mehrerhalte^ stärker elektrisirt werde, als durch Schwefel, wo-