Ele
807
seit dem Jahre 17ZZ dieses sehr einfache Mittel, zweenFaden, oder nur einen doppelt gespaltnen frey von einerStange herabhangen zu laßen, um daraus leicht zu erken-ncn, wie bald die Stange elektrisirt werde, und wie baldsie diese Elektricität wieder verliere. Der Abt lFoller,der bey diesen Versuchen zugegen war, sahe wohl ein, daßman von dieser Entfernung der Fäden mehr Vortheil zie-hen , und auS der Größe ihres Winkels oder ihrer Diver-genz auf den Grad der Elektricität schließen könne. Weilman aber keinen fremden Körper an diese Faden bringendurfte, so schlug er (lVlem. cia l^ris 1747.) vor, den Win-kel derselben durch ihren aus einem Brcte aufgefangenen.Schatten mit einem Gradbogen zu messen.
kVaitz (Abhdl. v. der Elektr. und deren Ursachen,Berlin 1745. 4.) schlug vor, an die Enden der Fadenkleine Metallplättchen oder Gewichte zu hangen. Er nahmdazu seidne Faden, und die Gewichtchen giengen aus ein-ander, wenn er einen geriebnen Glascylinder in ihre Nahebrachte. Er machte sich Hofnung, dadurch die zurückstos.sende Kraft mir der Schwere vergleichen zu können^
Ellicorc (l'lülos. I'ranrgöi. Vol. Xk.V. nc>. 4.86.)schlug eine Wage vor, wo das Gewicht in. einer Schalezeigt, wie stark ein elektrisirter Leiter die darüber gehaltneandere Schale anziehe. Auf ähnlichen Gründen beruhtauch ein Vorschlag von Gralach (Versuche und Abhdl.der naturforsch. Gesellst!), in Danzig, Th. I. 1747. nc>. 6.)
CantSN (kbil. l'rans. Vol. XUVlll. k.l. no. ;z.)richtete 175z die von du Fay gebrauchten Faden zu demnoch jetzt st gewöhnlichen sehr brauchbaren Aorkkugel-elckrroinerer ein. Er ließ aus Kork oder Holundermarkzwo kleine Kugeln von der Größe einer Erbse sauber abdre-hen, und hieng sie an feine Zwirnfädcn. Er schloß siegewöhnlich in ein buxbaumeneS Futteral oder Kästchenein, damit man sie bey sich tragen konnte. Es darf auchnur ein Faden seyn, der in der Mitte umgebogen wird,wie Taf. VII. Fig 118. Diefes höchst einfache Elektrome-ter ist von großem Nutzen, sowohl zu Entdeckung schwacher