Pflanzen-Historie. 4z
mrn an den, der sich für uns geopfert hat, Gottzum süssen Geruch. Wunderbar ist es, daßdieses höchste Geheimnis uns auch unter demSinnbild dieses Sinnes ist angezeigt worden s).So erinnern uns tausend lieblich und starkrie-chende Pflanzen, an die erwärmende und stär-kende Liebe Gottes. Reisen wir in beide heisssIndien, so duftet und raucht alles von unaus-sprechlich vielen balsamischen Speccreyen, Oelcnund Baumsäften: oder nähern wir uns den ho-hen Alpen und Gebürgen; so finden wir auchhier nicht allein eine grose Erfrischung, sondernin gewiser Maas einen mehr entzükenden Ge-ruch der hohen Bäume sowol als der niedrigenPflanzen, als wir auf dem ebenen Lande an-treffen.
§. Z4>
Und das ists, wohin wir iezt einen Blikthun wollen, ncmlich die erquikende Liebe Got-tes in der überhäuften Vielheit der Blumen zusehen , in ihrer nie crsättigenden Abwechslung,in ihren unendlichen Formen und Figuren, undnoch tausendmal mehr prächtigern Farben. Einbesonderer MenschcnWiz unterstund sich einmal,ein FarbenClavtcordium zu erfinden, da statt
der
s) Die Kleider, das ist die angenommene Mensch-heit des Sohns Gottes, hriffen eitel Myrrhen,AloeS und Kezia. Ps. 45,».