Pflanzen Historie. 7
sonderbaren Arzneykräfflen seyn? Von denenWürzen dieser Pflanze hat Buckrvald eineheilsame Würkung wider das fallende Weh, oderEpilepfia versprechen wollen. Es gehet bey derArzneykundigung der Kräuter, wie bey der Erd»beschretbung, ein grosser Theil ist unentdecket, undein nicht kleiner beruht noch auf Muthmaßungen.
§. 7.
Das sechste haben wir an dem (^kr/lople.rüurn, Guldenmtlz, so ein
sehr niedrig Krautlein, anziehenden Geschmacks,folglich etwas trucknendcr Eigenschaft, und inHeilung der Wunden und leichten Geschwüre in-ner und äusserlich dienlich ist. Den Titel einesdem Milz besondern Kräutleins dürfte es wegenseiner Milzformigen Blättlein von Leuten , diegerne in ihrer Einbildung auf die Signatur gest.hen, empfangen haben.
§. 8 .
Das siebende oder lezie nehmen wir gleichdazu, nemlich kanunculuz nemorolus, Wald»hähnlein,^ 6 Ec/e sie kor' 5 , ein angenehm Diümlein, weiß oder roth, auch fleischfarb, mit Hangen-den Blumenhäuptlein, deren Stiel drey artig aus.geschnittene Blättlein umgeben. Lhomei gibtdiesem Pflänzlein einen grossen Arzneynutzen,nrm-lich,daß es äusserlich als ein Urberschlag gebraucht,den Grind, lilieam, curire. Es ist aber etwas
A 4 scharf,